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Mehr Engagement für den Artenschutz: Brakeler Stadtrat stimmt Antrag der CDU zu

Feldrainkonzept soll Klimaschutzmaßnahmen ergänzen

Brakel

Die Stadt Brakel hat als Klimaschutzkommune in den vergangenen Jahren erfolgreich ein Klimaschutzkonzept konsequent weiterentwickelt.

Dirk Simon (von links), Hermann Steinhage, Hermann Temme und Viola Wellsow freuen sich, dass der Antrag der CDU Zustimmung gefunden hat. Foto: CDU Brakel

„Hier wäre nach Meinung der CDU in Brakel ein daran anknüpfendes Engagement beim Naturschutz in Form eines Feldrainkonzeptes ein weiterer Baustein auf diesem erfolgreichen Weg“, meint die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Viola Wellsow.

Das besondere Engagement als Klimaschutzkommune, Gemeinwohlkommune oder die Initiative Bürgerwald zeigten, dass die Stadt Brakel die besonderen Herausforderungen der Zeit annehme und ein hohes Maß an Verantwortung übernehme. Somit sei ein stärkeres Engagement beim Artenschutz im Stadtbezirk Brakel naheliegend, denn seit vielen Jahren sei in der Kulturlandschaft ein enormes Artensterben zu beobachten.

Der CDU Stadtverbandsvorsitzende Hermann Steinhage: „Die CDU in Brakel sieht hier Handlungsbedarf, um diese negative Entwicklung zu stoppen und dem mit einem Feldrainekonzept konsequent entgegenzuwirken.“ Als Flächengemeinde verfüge Brakel über etwa 270 Kilometer Wirtschaftswege,die Fläche der angrenzenden Feldraine liege bei etwa 100 Hektar, und diese böten somit ein enormes ökologisches Entwicklungspotenzial.

„Feldraine erfüllen verschiedene Lebensraum- und Biotopfunktionen und gelten als sehr artenreich, indem sie Nahrung, Deckung, Nist- und Brutplätze sowie Rückzugs- oder Überwinterungsräume bieten und so zur Biotopvernetzung beitragen“, weiß der Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dirk Simon.

Bürgermeister Hermann Temme ergänzt: „Die Voraussetzungen um eine langfristig angelegte Strategie zur Verbesserung der Biodiversität an den Feldrainen, gemeinsam mit den Betroffenen Akteuren wie Land- und Forstwirtschaft sowie dem Bauhof erfolgreich umzusetzen, sind wir in Brakel mit unserem Stadtförster Harald Gläser bestens aufgestellt. Mit ihm haben wir einen ausgewiesenen Experten an unserer Seite, der diese langfristige Kampagne praxisnah begleiten kann. Dabei ist es uns wichtig, diesen Weg gemeinsam mit der Landwirtschaft zu gehen.“

Bei der konkreten Umsetzung sollen zunächst geeignete Referenzflächen in den Brakeler Dörfern und in den Außenbereichen der Kernstadt gemeinsam mit Ortskundigen festgelegt werden, von denen aus eine dynamische Weiterentwicklung über Jahre ausgehen soll. Diese Flächen sollen kartiert werden und eine zukünftige ökologische Bewirtschaftung, wie etwa die Zeiträume der Mahd auf diesen Flächen vorgegeben werden.

Erfreut über den Vorstoß der CDU ist auch die Ratsfraktion der Bündnis 90/Die Grünen. Der Antrag, der gleichlautend von der Grünen-Fraktion vor einigen Jahren noch mehrheitlich abgelehnt worden sei, werde nun umgesetzt „Zudem freuen wir uns, dass der Rat dem Erweitertem Antrag unserer Fraktion gefolgt ist und im Zuge der Planungen der Feldrain-Pflege auch die Grenzen zwischen Ackerflächen und kommunalen Flächen auf den Prüfstand gestellt werden“, berichtet die Fraktionsvorsitzende Ulrike Hogrebe-Oehlschläger.

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