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Wasserförderzug aus dem Kreis Paderborn seit Samstag im Katastrophengebiet

Feuerwehr nun in Erftstadt im Einsatz

Paderborn/Erftstadt

Nach einem erfolgreichen Einsatz an der einsturzgefährdeten Steinbachtalsperre bei Euskirchen hat Kreisbrandmeister Elmar Keuter den Kräften des Wasserförderzuges aus dem Kreis Paderborn, der seit Samstag mit dem so genannten „Hytrans-Fire-System“ (HFS) im Einsatz war, auf der Rückfahrt in den Kreis Paderborn einen Anschlussauftrag übermittelt.

Das Hochwasser hat die Steinbachtalsperre stark beschädigt. Die Aufnahme stammt vom 21. Juli. Foto: David Young/dpa

Wie der Verband der Feuerwehren (VdF) im Kreis Paderborn am Donnerstag mitteilte, erreichte der Einsatzbefehl die Einsatzkräfte auf der Autobahn 1 in Höhe Burscheid.

Neuer Einsatzort für die Wasserspezialisten ist demnach der Bereich Erftstadt. Dort wird zurzeit mit schwerem Gerät und mit Unterstützung durch Hubschrauber ein Deich gebaut, um die Erft von einer Kiesgrube abzutrennen. Der Fluss soll dann für Deich-Reparatur-Maßnahmen mit allen sieben HFS-Systemen des Landes in sein ursprüngliches Bett umgepumpt werden. Mit drei so genannten „Flood-Modulen“ kann jedes HFS-System pro Minute 50.000 Liter Wasser pumpen. Sechs Feuerwehrleute der Feuerwehren Lichtenau und Salzkotten wurden zur weiteren Unterstützung des Wasserförderzuges nach Erftstadt entsandt.

Der Logistikzug der Feuerwehrbereitschaften 3 (Paderborn/Höxter) ist in den Orten unterhalb der Steinbachtalsperre eingesetzt, um die Versorgung der Bevölkerung und der Einsatzkräfte mit Trinkwasser, Verpflegung, Strom und Kraftstoff sicherzustellen. Das ortsfeste Trinkwassersystem ist mit Coli-Bakterien verseucht, heißt es in der Mitteilung. Nach 48 Stunden im Einsatz wurden die Kräfte des Logistikzuges am Freitagmorgen durch frische Kräfte abgelöst. Der Einsatz soll bis Freitagvormittag andauern.

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