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Airport soll Innovationszentrum werden

Flughafen Paderborn/Lippstadt: Land fördert Projekte mit mehr als fünf Millionen Euro

Büren-Ahden

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt  will sich bekanntlich in den kommenden Jahren zu einem Innovationszentrum für nachhaltige Luft- und Raumfahrt-Technologien sowie effiziente Flughafen-Infrastrukturen entwickeln: Die Landesregierung  hat am Donnerstag mitgeteilt, dass sie die Pläne mit mehr als fünf Millionen Euro unterstützt.

Bei der Übergabe der Fördermittelbescheide in Düsseldorf: NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (5. von links), Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (6. von links), Landrat Christoph Rüther (3. von links) und Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser (7. von links) mit den Beteiligten und Projektpartnern. Foto: MWIDE NRW

Entsprechende Förderbescheide für zwei Projekte überreichte Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart nun an zwei Projektkonsortien. Kooperationspartner sind sechs Unternehmen der Luftfahrtbranche, der Flughafen Paderborn/Lippstadt, der Kreis, die Universität Paderborn und das Fraunhofer IEM für nachhaltige Luft- und Raumfahrttechnologien.

„Um das Land fit für die Zukunft zu machen und den Luftfahrtstandort Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken, müssen digitale und ökologische Themen in Einklang gebracht werden. Neue Technologien können helfen, die Abläufe auf Flughäfen so zu verbessern, dass weniger CO2 und Lärm entsteht. Das hilft auch, Kosten zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die ehrgeizigen Projekte, die in Kürze an den Start gehen, leisten dazu einen starken Beitrag“, sagt Pinkwart.

Im Projekt „Digital Aerospace Factory“ erproben die Heggemann AG, die Matplus GmbH und die verlinked GmbH, wie bei industriellen Produktionsprozessen in mittelständischen Luftfahrt-Zulieferbetrieben die Effizienz gesteigert und die Kosten gesenkt werden können. Auf Basis einer digitalisierten und vernetzten Prozesskette erarbeiten die Unternehmen neuartige Lösungsansätze entlang der Wertschöpfungskette zur Reduzierung der Ressourcen Energie, Material und Zeit. Matplus und verlinked simulieren die Erkenntnisse zunächst in der digitalen Welt, Heggemann validiert die Projektergebnisse anhand konkreter Fertigungsprozesse im industriellen Umfeld.

Das zweite Projekt „FastGate“ nimmt die Autonomie auf dem Flughafen-Vorfeld in den Fokus. Durch die Automatisierung von Fluggastbrücken beim Andocken und elektrische Antriebssysteme beim Bewegen von Verkehrsflugzeugen werden Prozesse und Abläufe an Verkehrsflughäfen optimiert. Ziel ist es, die Standzeit deutlich zu reduzieren. Betriebskosten sowie CO2- und Lärm-Emissionen sollen durch die Automatisierung von Abläufen deutlich sinken. Das Projekt bildet die vollständige Wertschöpfung von der Entwicklung bis zur Validierung ab. Projektpartner sind das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM, die Universität Paderborn sowie die Unternehmen Aerosoft und der Flughafen Paderborn/Lippstadt.

„In den Projekten sollen Leuchtturm-Anwendungen und Lösungen in einem realen Umfeld entstehen, mit denen wir uns als wertvoller Partner der Luft- und Raumfahrtbranche etablieren können“, sagt Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser

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