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Fachtagung „Blaues Band Oberweser“: Digitaler Dialog zur Auen- und Gewässerrenaturierung

Fluss und Aue wieder miteinander vernetzen

Beverungen/Höxter

Wie können Fluss und Aue an der Oberweser wieder miteinander vernetzt und ökologisch aufgewertet werden? Welche Perspektiven schafft dies für nachhaltige Nutzungen in der Region? Darüber haben auf der digitalen Fachtagung „Blaues Band Oberweser“ Vertreterinnen und Vertreter aus Naturschutz, Verwaltung, Landwirtschaft und Wassersport diskutiert.

200 Kilometer lang ist die Oberweser – das Foto zeigt den Fluss bei Herstelle, die neue Fähre setzt gerade über. Foto: Alexandra Rüther

Mit dem Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ setzt sich die Bundesregierung für die naturnahe Entwicklung der Bundeswasserstraßen und ihrer Auen ein. Als Nebenwasserstraße bietet die Oberweser große Potenziale, um Fluss und Auen wieder miteinander zu vernetzen und damit die Lebensräume vieler schützenswerter Arten zu erhalten und wiederherzustellen. Gleichzeitig ist die Oberweser auch ein wichtiger Wirtschafts- und Erholungsraum. Doch wie kann eine nachhaltige Nutzungsperspektive in Zukunft aussehen, die diese Ansprüche miteinander verbindet? Welche Projektideen zur Fluss- und Auenrenaturierung bestehen aktuell? Und welche Chancen bietet hier das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“?

Um diese und weitere Fragen zu diskutieren, hat das Bundesamt für Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem „Initiativkreis Oberweser“, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt unter dem Titel „Blaues Band Oberweser“ zu einem länderübergreifenden Vortrags- und Diskussionsforum eingeladen. Die Tagung knüpft an bestehende, regionale Prozesse und Projektideen zur Auen- und Gewässerrenaturierung an der Oberweser an und liefert Perspektiven für deren Weiterentwicklung im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“.

Am ersten Veranstaltungstag wurden der aktuelle Stand bezüglich der Fluss- und Auenrenaturierungen entlang der 200 Kilometer langen Oberweser vorgestellt und die verschiedenen Umsetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten sowie die Ziele und Fördermöglichkeiten im Blauen Band erläutert. Am Folgetag wurden in vier Workshops konkrete Projektideen und deren Weiterentwicklung im „Förderprogramm-Auen“ und in Trägerschaft der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) besprochen und die Chancen für die Regionalentwicklung und nachhaltige Nutzungsperspektiven diskutiert, die sich aus der Umsetzung des Blauen Bandes an der Oberweser ergeben können.

Hintergrund

Zentrales Ziel des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ ist es, entlang der Bundeswasserstraßen und deren Auen einen Biotopverbund von nationaler Bedeutung aufzubauen. Gleichzeitig sollen damit neue Akzente im Natur- und Gewässerschutz gesetzt und Beiträge zur Entwicklung ländlicher Räume, zur Erhöhung der Attraktivität für Erholungssuchende und Wassersportler geleistet werden. Über das zugehörige „Förderprogramm Auen“ des Bundesumweltministeriums können z.B. Vereine, Verbände, Kommunen und andere Institutionen finanzielle Mittel beantragen, um die Auenflächen in diesem Sinne zu entwickeln.

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