Paderborner Künstler Heinrich Micus stellt trotz des Lockdowns in der Abtei Marienmünster aus

Freie Fahrt für die Kreativität

Marienmünster

„Aufbrechen“ – so hat der Paderborner Künstler Heinrich Micus seine Ausstellung überschrieben, die am Ostermontag im Schafstall der Abtei Marienmünster beginnen soll.

„Aufbrechen“ nennt Hermann Micus seine Ausstellung, die in der Abtei Marienmünster großformatige Kunstwerke aus den vergangenen zehn Jahren zeigt. Foto: Heinz Wilfert

„Auch wenn dies nicht öffentlich möglich ist, sind die Bilder und die Freiräume für die Kunst vorhanden und auch von außen hinter Glas erlebbar,“ erklärt Hans-Hermann Jansen von der Kulturstiftung die Perspektive für Kultur vor Ort.

Der Weg in den digitalen Raum wird vorbereitet und die Eröffnung daher aufgezeichnet, so dass sie im Internet (kulturstiftung-marienmünster.de) zu verfolgen ist. Das Einführungsreferat hält Professor Christoph Stiegemann, ehemaliger Direktor des Paderborner Diözesanmuseums. Für die musikalische Begleitung sorgt mit Julius Schepansky (20) mit dem Akkordeon. Sollten die Kunsträume wieder geöffnet werden, kann die Ausstellung von Freitag bis Sonntag bis zum Pfingstmontag (24. Mai) in der Zeit von 11 bis 17 Uhr besucht werden. „Trotz der langen Wellen und Untiefen in der Pandemie wollen wir die kulturellen Themen nicht untergehen lassen, denn Kunst und Kultur stärken die Widerstandskraft,“ sagt Jansen

Heinrich Micus (Jahrgang 1953), der in der Malerei einen wichtigen Bestandteil seines Lebens sieht, freute sich über die fantastische Chance im Kulturzentrum Marienmünster seine Werke auszustellen, ausschließlich großformatige Bilder aus den letzten zehn Jahren seines Schaffens. Geboren ist Micus in Erkelenz, er studierte Architektur und besitzt familiäre Wurzeln auch in Rheder. Nur die wenigsten Bilder seiner Arbeiten auf Leinwand in Öl und Acryl haben Titel. „Kunst ist dann Kunst, wenn sie Fantasie und Freiräume eröffnet, wenn sie Gedanken freisetzt“, so das Verständnis des Künstlers für seine Kunst, mit der er Farben kommunikativ in Szene setzt. Das Thema „Ausbrechen“ bedeutet deshalb für ihn, einen Weg zu finden für Anregung und Befreiung.

Mit ihren Verbindungen und Kunstkonzepten ist auch Dr. Susanne Schulte in der Lage, Perspektiven für die Kultur im ländlichen Raum zu eröffnen. Susanne Schulte ist seit 1995 Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK), die junge Künstlerinnen und Künstler aus Westfalen-Lippe fördert und in der Region Kulturprojekte veranstaltet. Schulte bekommt in diesem Jahr die Auszeichnung „Artist in Residence 2021“, eine Ehrung, die in den vergangenen Jahren als „Künstler des Jahres“ bekannt wurde. Susanne Schulte hat bereits Künstler gefördert, die zuletzt die Videoproduktion „Klänge hinter Stacheldraht“ in der Abtei inszeniert haben.

„Im Verlauf des Jahres dürfen wir uns auf die Begegnung mit GWK-Stipendiaten freuen,“ stellt Hans-Hermann Jansen fest. Am 18. Juli 2021 soll das Solaris-Trio um 16 Uhr innerhalb des Klosterfestivals im Konzertsaal der Kulturstiftung auftreten. Abschluss dieser ersten Serie im Rahmen der Kooperation mit der GWK ist am Samstag, 11. September, um 19.30 Uhr im ehemaligen Schafstall der Abtei Marienmünster das Konzert mit dem Lunaris-Duo Anna Stegemann (Blockflöte) und Jorge Jiménez (Violine, Fidel), mit Musik von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert. Die Zuhörer er-wartet bei diesen Konzerten eine Performance aus Licht und Klang, die vermitteln will, wie kräftig Kunst und Kultur zur Stärkung in der Pandemie beitragen können.

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