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Paderborner Initiative kritisiert heimische Bürgermeister für „halbherzigen Protest“

Friedvolle Nutzung der Senne gefordert

Bad Lippspringe/Schlangen

Die „Paderborner Initiative gegen den Krieg“ begrüßt, dass sich die heimischen Bürgermeister gegen Gefechtslärm, Sperrungen und Flugplatzreaktivierung auf dem Truppenübungsplatz Senne zur Wehr setzten. In einer Mitteilung kritisiert Manfred Jäger für die Initiative aber zugleich, „dass der Protest sehr spät und nur halbherzig erfolgt“. Die Initiative fordert einen „entschlossenen Einsatz“ für eine Entmilitarisierung der Senne.

Die „Paderborner Initiative gegen den Krieg“ fordert einen „entschlossenen Einsatz“ für eine Entmilitarisierung der Senne. Foto: Uwe Hellberg

„Wir müssen nicht alles als gegeben hinnehmen, wir können uns für Veränderungen entscheiden“, meint Jäger. Die Initiative empfiehlt den Bürgern, jenen Parteien, die bei der anstehenden Landtagswahl 2022 antreten, Wahlprüfsteine vorzulegen: Wie haltet ihr es mit der Nutzung der Senne? Seid ihr bereit, euch für einen kompletten Truppenabzug einzusetzen und die Sennelandschaft Mensch und Natur zur Verfügung zu stellen? Seid ihr bereit, euch für diesen Richtungswechsel in Berlin einzusetzen und dafür zu sorgen, dass darüber mit den Briten verhandelt wird?

Seit Juni 2010 setze sich die Initiative zusammen mit dem Aktionskreis Freie Senne (Zusammenschluss von Anrainern, Umweltschützern, Naturliebhabern und Friedensbewegten) für eine Entmilitarisierung der Senne ein, so Manfred Jäger. Die Initiative fordere, dass die Senne friedvoll, nachhaltig und naturnah genutzt wird. Dafür sollten sich die betroffenen Anrainergemeinden und ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter vorbehaltlos einsetzen.

Auch die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW habe sich für den Truppenübungsplatz in der Senne stark gemacht. Auf Landes-und kommunaler Ebene sei lange Zeit das Märchen erzählt worden, dass der beste Schutz für die Natur in der Senne die Fortsetzung der militärischen Nutzung sei. „Diese These ist wissenschaftlich widerlegt. Militärübungen, haben eine tiefgreifende Zerstörung der sensiblen Naturlandschaft zur Folge“, heißt es in der Pressemitteilung der Initiative.

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