1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Fünf schnelle Lebensretter für Schlangen

  6. >

Volksbank spendet 6500 Euro für Defibrillatoren

Fünf schnelle Lebensretter für Schlangen

Schlangen

Es kann überall passieren – auf dem Heimweg, bei der Arbeit oder in der Freizeit. Jährlich sterben etwa 180.000 Menschen in Deutschland an einem plötzlichen Herzstillstand. Viele von ihnen könnten vielleicht noch leben, wenn ein Defibrillator griffbereit zur Verfügung gestanden hätte. Eine Spende der Volksbank Schlangen macht nun die Anschaffung von fünf dieser elektronische Lebensretter möglich. Jetzt ist die Übergabe der Geräte an den Gemeindesportverband erfolgt.

Von Klaus Karenfeld

Bürgermeister Marcus Püster und Michael Reimann, Sprecher des Gemeindesportverbandes (von links), freuen sich über die Spende von fünf Defibrillatoren, die Iris Brockmeier, Vorstand der Volksbank Schlangen, übergab. Foto: Klaus Karenfeld

Je früher ein Patient mit Herzstillstand Hilfe erhält, umso größer sind seine Überlebenschancen. Bis der herbeigerufene Rettungswagen am Notfallort eintrifft, können entscheidende Minuten vergehen. „Die Volksbank Schlangen hat deshalb vor etwa fünf Jahren schon einen sogenannten Automatisierten Externen Defibrillator gut sichtbar in ihrem Schalterraum anbringen lassen“, macht Iris Brockmeier, Vorstand des Geldinstituts, deutlich.

Zum Glück, so Iris Brockmeier, musste bis heute nur selten auf das Gerät zugegriffen werden. Insgesamt sei das zwei Mal der Fall gewesen, weil eine Person außerhalb der Bank unvermittelt zusammengebrochen war.

Auch aus Sicht der Schlänger Sportvereine können Defibrillatoren wichtig sein – sei es bei möglichen Notfällen im Trainingsbetrieb oder bei offiziellen Wettkämpfen. „Umso größer war die Freude, als der Gemeindesportverband von der Volksbank die Zusage für die Anschaffung von fünf Defis bekam“, so sein Sprecher Michael Reimann. Den Kontakt hatte Bürgermeister Marcus Püster hergestellt, der um den Wunsch der Vereine wusste. Der Gemeindesportverband hat dann alle Vereine angeschrieben, wo im Fall der Fälle ein Defibrillator griffbereit zur Hand sein sollte.

Über die Standorte der fünf Geräte ist Reimann zufolge bereits entschieden worden. Neben der Rennekamp-Halle (zwei Geräte) und der Schulsporthalle in Schlangen sollen die möglichen Lebensretter auch in der Sporthalle Kohlstädt sowie auf dem Sportplatz Oesterholz-Haustenbeck zu finden sein.

Ein zusätzliches Übungsgerät, das vor allem zu Schulungszwecken dienen soll, hat Bürgermeister Marcus Püster für die Gemeinde entgegen genommen. „Jeder, der Interesse hat, kann sich diesen Defibrillator zusammen mit einem Schulungs-Video bei uns ausleihen“, sagt Püster.

Die Bedienung des Defibrillators ist nach Aussage des Bürgermeisters selbsterklärend und deshalb recht einfach. „Niemand muss Angst haben, etwas falsch zu machen“, stellt der Bürgermeister klar. Und der muss es wissen. Schließlich war Püster selbst früher ehrenamtlich im Schlänger Rettungsdienst tätig. Eine automatisierte Stimme gibt bei Inbetriebnahme des Geräts den Handlungsablauf Schritt für Schritt und leicht verständlich erklärt vor.

Püster dankte ausdrücklich der Volksbank Schlangen. Ihre Spende in Höhe von 6500 Euro habe die Anschaffung der Defibrillatoren erst möglich gemacht. Der kostengünstige Kauf erfolgte über die Björn-Steiger-Stiftung, die das Ziel verfolgt, die Notfallhilfe und das Rettungswesen in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Namensgeber der Stiftung ist Björn Steiger, der 1969 nach einem Verkehrsunfall wegen fehlender zeitnaher und professioneller Hilfe starb.

Startseite
ANZEIGE