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Manfred Büngener: Ideen, Arbeit, Wissen und Geld aus der Region sind für die Gedenkstätte Stalag 326 in Stukenbrock-Senne wichtig

Für Raum der Stille und Erinnerung

Schloß Holte-Stukenbrock

Anfangs hatte Manfred Büngener Sorge, der Förderverein der Gedenkstätte Stalag werde im Rahmen der Planung einer Gedenkstätte von nationalem und internationalem Rang abgehängt. „Wir sind die DNA der Gedenkstätte. Das hat die Kulturdezernentin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, mit vollem Ernst gesagt. Wir werden unsere Stärken einbringen“, sagt Manfred Büngener (78), seit 2012 Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte.

Von Monika Schönfeld

Einen Raum der Stille sollte jede Gedenkstätte haben – hier der in der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Foto: Monika Schönfeld

Bis die neue Gedenkstätte gebaut ist und arbeiten kann, werde keine Lücke entstehen, sagt Büngener. „Wir haben ein Programm aufgelegt, machen Führungen und betreuen die Angehörigen der Toten, die auf dem Ehrenfriedhof liegen. Das kann keiner besser.“ Diether Wegener, ein Diakon aus Augustdorf, lädt zu Meditationen auf dem Friedhof ein und hat angeregt, einen Raum der Stille einzurichten. „Es ist gut, dass sich Menschen aus der Region einsetzen und die Gedenkstätte vorantreiben. Ein Raum der Stille als Erinnerungsraum ist konzeptionell schon in der Machbarkeitsstudie angelegt. Ich will, dass da noch mehr Substanz rankommt“, sagt Büngener. Er möchte den Diakon zum Gespräch einladen. „Es ist wichtig, dass der Vorschlag aus der Zivilgesellschaft kommt.“

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