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Brand in Warburger Kleingartenanlage Bornebrede – Eindeckung mit Asbest belastet

Gartenhütte wird ein Raub der Flammen

Warburg

In der Kleingartenanlage Bornebrede an der B 7 in Warburg ist in der Nacht zu Samstag eine Gartenhütte abgebrannt. Das Feuer war kurz vor Mitternacht aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen.

Ralf Benner

Eine Gartenhütte ist in der Nacht zu Samstag in der Warburger Kleingartenanlage Bornebrede in Flammen aufgegangen. Foto: Feuerwehr Warburg

Die 18 Einsatzkräfte des Löschzuges Warburg der Freiwilligen Feuerwehr unter Leitung von Brandinspektor Tobias Berendes waren um 23.39 Uhr alarmiert worden. Als sie am Brandort in der Nähe der Warburger Stadtwerke eintrafen, brannte die Hütte mit Anbau in voller Ausdehnung. Das Feuer hatte sich bereits ausgebreitet und Nadelhölzer und Buschwerk im Umfeld entzündet. „Die Rauchentwicklung war stark“, sagte Tobias Berendes dieser Zeitung.

Der Löschangriff der Feuerwehrleute erfolgte von der Bundesstraße aus, die zwischen der Papenheimer Straße und der Kreuzung B 7/Landfurt für die Löscharbeiten voll gesperrt werden musste. Unter Atemschutz und mit zwei C-Rohren gingen die „Blauröcke“ gegen den Brandherd vor. Um 2.39 Uhr war das eigentliche Feuer gelöscht. Die Nach und Aufbereitung dieses Einsatzes nahm jedoch noch einige Stunden in Anspruch.

Asbestfasern in Zementplatten

Große Sorge bereitete den Einsatzkräften die Eindeckung der Gartenhütte, die aus alten Faserzementplatten bestand. Denn Faserzement wurde früher mit Asbestfasern hergestellt. „Einer unserer Feuerwehrmänner ist Dachdecker. Er hat uns sofort auf die mögliche Gesundheitsgefährdung aufmerksam gemacht“, berichtete Löschzugführer Tobias Berendes.

Die Einsatzkräfte, die an der Brandbekämpfung beteiligt waren, legten noch vor Ort ihre kontaminierte Einsatzbekleidung ab und wurden mit einer Ersatzbekleidung ausgestattet. Die kontaminierte Kleidung und persönliche Schutzausrüstung der „Floriansjünger“ wird zunächst gesondert aufbewahrt und muss gereinigt oder gar entsorgt werden.

Experten vom Landesamt für Umweltschutz kommen

Im Laufe des Samstags traf eine mobile Einsatzgruppe des Landesamtes für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz aus Essen in Warburg ein. Die Experten bestätigten den Verdacht, das es sich bei dem verbrannten Material um Faserzementplatten mit Asbestanteilen handelt. Die Faserzementplatten waren von der Feuerwehr mit Löschschaum bedeckt worden, um zu verhindern, dass sich Asbestfasern in der Umwelt verteilen können.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Polizei am Samstag noch keine Angaben machen.

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