1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. „Gärtnerbande“ schädigt Seniorin

  6. >

Polizei warnt vor Betrugsmasche in Minden-Lübbecke – Tipps zur Vorbeugung

„Gärtnerbande“ schädigt Seniorin

Minden/Lübbecke

Mit einer Betrugsmasche haben vermeintliche Gärtner eine Seniorin (83) in Todtenhausen hinters Licht geführt und um viel Geld gebracht. Sie boten der Dame an, simple Gartenarbeiten für sie zu erledigen und verlangten dafür anschließend eine offenbar unangemessene Summe Geld. Die Polizei warnt die Bevölkerung im gesamten Kreisgebiet vor dieser Masche.

Vermeintliche Gärtner haben eine Seniorin (83) in Minden um viel Geld gebracht (Symbolfoto). Foto: picture alliance / dpa Themendienst

Ihren Angaben zufolge hatte die Mindenerin in einer Tageszeitung ein Inserat über Gartenarbeit gelesen und daraufhin die angegebene Telefonnummer gewählt. In der Folge verabredete sie einen Besichtigungstermin für Montag, 9. Mai. Im Rahmen der Grundstücksbegehung vereinbarte die Frau mit einem Mann einen Preis für die Arbeiten. Dieser forderte zudem eine Anzahlung in Höhe von mehreren Hundert Euro, die er auch erhielt.

Am späten Vormittag des Folgetags rückte der Mann zusammen mit vier weiteren Helfern beim Grundstück der 83-Jährigen an und erledigte dort rund zweieinhalbstündige Gartenarbeiten. Die Frau staunte nicht schlecht, als man nach Abschluss der Tätigkeiten eine um mehrere Hundert Euro höhere Summe als zuvor vereinbart forderte. Trotzdem kam die Seniorin der Aufforderung der Männer nach und händigte das Geld aus. Erst später bemerkte sie, dass außerdem eine Geldkassette im Haus gewaltsam geöffnet worden war.

Insgesamt traten die mutmaßlichen Gärtner nach Angaben der Geschädigten unseriös und aufdringlich auf. Sie fragten die Mindenerin auch, ob sie Schmuck zu verkaufen habe und ob sie nicht ihre Terrasse reinigen lassen wolle und ob ihr Auto zu verkaufen sei.

Die Polizei warnt davor, dass diese oder ähnliche Tätergruppen im Kreisgebiet unterwegs sein könnten. Der Rat der Beamten lautet: Grundsätzlich sollte Fremden kein Zutritt zu den Wohnräumen gewährt werden. Über Preisverhandlungen für entsprechende Dienstleistungen sollten Betroffene immer mit Angehörigen oder Freunden Rücksprache halten und im Zweifelsfall die Polizei informieren oder diese direkt an Ort und Stelle hinzuziehen.

Startseite
ANZEIGE