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Spendenaufruf war erfolgreich: Netzwerk Apostolische Geschichte in Steinhagen-Brockhagen hat Finanzierung in trockenen Tüchern

Gebäude gekauft – Archiv gesichert

Steinhagen-Brockhagen

Um sein umfangreiches Archiv in Brockhagen langfristig sichern zu können, hatte das Netzwerk Apostolische Geschichte e.V. im vergangenen Herbst angekündigt, das bisher gemietete Gebäude in der Uhlandstraße 6 von der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland für 150.000 Euro zu kaufen. Nach einem groß angelegten Spendenaufruf sei jetzt die Finanzierung in trockenen Tüchern, teilt Mathias Eberle vom Vereinsvorstand mit.

Von Volker Hagemann

Mathias Eberle freut sich, dass mit dem Kauf des Gebäudes in der Brockhagener Uhlandstraße das Archiv des Netzwerks Apostolische Geschichte e.V. nun langfristig gesichert werden kann. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Für unser Vorhaben haben wir große Unterstützung erfahren. Wir erhielten mehr als 100 Spenden aus ganz Deutschland und den Niederlanden – insgesamt rund 60.000 Euro, die wir nun als Eigenkapital für den Gebäudekauf einbringen können“, freut sich Eberle. „Für das Netzwerk Apostolische Geschichte war es die erfolgreichste Spendenkampagne seit seiner Gründung im Jahr 2010.“

Auch die Gemeinde Steinhagen habe im Februar eine Unterstützung des Gebäudekaufs in Höhe von 15.000 Euro beschlossen. Den Restbetrag bringt der Verein über eine über zehn Jahre laufende Immobilienfinanzierung bei einer örtlichen Bank auf.

Apostolische Kirchengeschichte mit über 6500 Dokumenten

„Im Juni 2021 stimmten die 147 Vereinsmitglieder über den Gebäudekauf und die Kreditaufnahme ab, aufgrund der Pandemie in einem schriftlichen Verfahren“, berichtet Mathias Eberle. Beides fand eine deutliche Mehrheit. So wurde am 20. Juli der Kaufvertrag unterschrieben. „Sobald die Eintragungen im Grundbuch vorgenommen worden sind, übernimmt der Verein das Gebäude vollständig.“

Seit der Eröffnung des Gebäudes ist das Archiv Brockhagen im Bereich der apostolischen Kirchengeschichte ein feststehender Begriff geworden. Das Archiv diene dazu, die Kirchengeschichte der unterschiedlichen apostolischen Kirchen und Gemeinschaften zu erleben und „neutral an den Quellen der Geschichte zu forschen“, erklärt Mathias Eberle. Durch den Kauf des Gebäudes bleibe diese Einrichtung nun auf Dauer erhalten.

Das Archiv beherbergt mehr als 6500 Bücher, Schriften, Fotos, Ton- und Videodokumente, dazu eine Bibliothek. Historiker und Forscher vieler Konfessionen nutzen all das gerne.

Wann man hier wieder Besucher empfangen, Führungen und Vorträge anbieten könne, sei noch offen: „Wegen der Quadratmeterzahl dürften sieben bis acht Besucher kommen, aber das lohnt den Aufwand nicht. Daher bleiben wir erst einmal bei unserem Online-Angebot“, so Eberle – zu finden auf www.apostolische-geschichte.de.

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