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Debatte um Atommüll-Straßentransportstudie und frühe Bauanträge – BI nimmt diesen Donnerstag Stellung – BGZ verweist auf Transparenz

Gefahren: Tunnel und parkende Autos

Beverungen-Würgassen

Die jetzt fertig vorliegende Transportwegestudie des Beverunger Büros „Nusec“, die im Auftrag der Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) über Monate erarbeitet worden ist, hat im Kreis Höxter mächtig Staub aufgewirbelt und wird kontrovers diskutiert. Es sind fünf bevorzugte und voraussichtliche Zufahrtsstrecken für Lkw mit schwach- und mittelschwer belastetem Atommüll für das geplante Zwischenlagerhalle auf dem Ex-Kernkraftwerksgelände untersucht worden. Durch viele Ortschaften im Kreis Höxter würden die möglichen 20 Lkw-An- und Abtransporte pro Tag ab 2027 führen – was viele Anwohner sehr beunruhigt.

Von Michael Robrecht

Kritiker der Pläne für ein Atommülllager in Würgassen schauen bei den Unfallschwerpunkten im Kreis in diesen Tagen genauer hin: Der Bahntunnel an der B64 in Ottbergen war und ist Unfallschwerpunkt und wird im BGZ-Straßen-Gutachten auch benannt.

Die heimische Bürgerinitiative „Atomfreies 3-Ländereck“ hat für diesen Donnerstag eine Pressekonferenz in Beverungen in der Stadthalle angekündigt, um sich zur Transportstudie und zur Absicht der BGZ, im ersten Halbjahr 2022 (Mai/Juni) bei der Bezirksregierung Detmold erste konkrete Bauanträge zu stellen, zu positionieren. Besonders die relativ enge Straße in Ottbergen (schmale Bahnunterführung mit Unfallschwerpunkt und B64-Ortsdurchfahrt) sowie Dalhausen (viele parkende Fahrzeuge an B241) als Nadelöhre machen der BI große Sorgen. Vor allem aber die Ankündigung der Bundesgesellschaft, noch im ersten Halbjahr 2022 erste Bauanträge für das Atommülllager beim RP einreichen zu wollen, habe wenig Verständnis in der Region gefunden, erklärte BI-Sprecher Dirk Wilhelm im Vorfeld. Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm und andere haben sich bereits gegen schnelle Bauanträge positioniert, weil das Bauplanungsrecht so etwas nicht zulasse.

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