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Allgemeinverfügung des Kreisveterinäramtes tritt am Sonntag, 0 Uhr, in Kraft

Geflügelpest: Stallpflicht für den gesamten Kreis Paderborn

Paderborn

Nach zwei Fällen von Geflügelpest in Delbrück-Westenholz hat der Kreis Paderborn jetzt für den gesamten Kreis eine Stallpflicht erlassen. Wie der Kreis am Samstag mitteilte, gilt die Pflicht ab Sonntag, 21. November, 0 Uhr. Das bedeutet, dass sämtliches Geflügel wie Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse in geschlossenen Ställen oder in einer Vorrichtung, beispielsweise einer Voliere, untergebracht werden müssen.

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Symbolbild. Foto: Felix Kästle/dpa

Der Geflügelpesterreger kann direkt durch Kontakt mit Wildvögeln und indirekt über infiziertes Futter, Wasser, Gerätschaften, Stiefel, Kleidung usw. übertragen werden. Die Stallpflicht und Biosicherheitsmaßnahmen wie Zutrittsverbote für Ställe, Wechseln der Kleidung und Desinfektionsmaßnahmen müssen deshalb, so die Kreisverwaltung, streng eingehalten werden.

Geflügel darf nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Zudem darf kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben.

Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Geflügelpest (die sogenannte Inkubationszeit) vergehen nur wenige Tage bis etwa zwei Wochen. Innerhalb weniger Tage können alle Tiere eines Bestandes erkranken und sterben. Dr. Marlies Bölling, Sachgebietsleiterin Tierseuchen beim Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Kreises Paderborn, bittet alle Geflügelhalter eindringlich: „Bitte beobachten Sie Ihre Tiere und melden Sie Verdachtsfälle unverzüglich dem Kreis!“

Zahlreiche Symptome möglich

Symptome der Geflügelpest können sein: hohes Fieber, Atemnot, Ausfluss aus Augen und Schnabel, ein stumpfes, gesträubtes Federkleid, zentralnervöse Störungen, verminderte oder keine Legeleistung oder dünnschalige, verformte Eier. Ein Warnzeichen für Geflügelhalter ist auch, wenn vermehrt Tiere in ihrem Bestand versterben. Dann sollten sie sich mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen. Enten und Gänse erkranken seltener und weniger schwer, scheiden aber dennoch das Virus aus und können anderes Geflügel anstecken.

Verdachtsfälle in Haltungen und der Fund von toten Wildvögeln kann dem Veterinäramt des Kreises Paderborn gemeldet werden unter veterinaeramt@kreis-paderborn.de. An den Wochenenden ist ein Kontakt über die Kreisleitstelle in Büren-Ahden möglich, Tel. 02955 7676-0.

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