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Handelsauflagen nach Ausbrüchen in Westenholz

Geflügelpest: Kreis Paderborn verschärft Regeln

Paderborn/Delbrück

Um eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu verhindern, erlässt der Kreis verschärfte Regeln für den Handel von Geflügel. Innerhalb der beiden Restriktionszonen – Schutzzone und Überwachungszone – rund um die beiden Ausbruchsgeschehen in Westenholz darf bereits seit Freitag, 19. November weder Geflügel, Geflügelfleisch, Eier, Futtermittel, Dung oder Einstreu aus oder in Bestände verbracht werden.

Symbolbild. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Nun erlässt der Kreis per Allgemeinverfügungen auch Handelsauflagen außerhalb der Restriktionszonen. Die neue Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, 24. November, um 0 Uhr in Kraft. Eine Aufstallpflicht für alle Geflügel besteht weiterhin für den gesamten Kreis Paderborn.

„Das letzte Ausbruchsgeschehen im Frühjahr dieses Jahres hat eindrucksvoll gezeigt, dass dem Transport von Tieren für den gewerbsmäßigen Handel eine besondere Gefahr innewohnt. Durch den Weiterverkauf lebender Tiere an andere Höfe hatte sich die Geflügelpest seinerzeit großflächig aus Delbrück in andere Betriebe in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern verteilt“, betont Dr. Marlies Bölling vom Sachgebietsleiterin für Tierseuchenbekämpfung beim Kreisveterinäramt. Deshalb darf nun Geflügel – Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse – gewerblich nur abgegeben werden, wenn die Tiere vorher von einem Tierarzt oder -ärztin auf Geflügelpest untersucht wurden. Enten und Gänse müssen zusätzlich auch noch getestet werden. Das Ergebnis der Laboruntersuchung darf beim Zeitpunkt des Transportes nicht älter als vier Tage sein. Die Bescheinigung ist beim Transport mitzuführen. „Wir raten auch Hobby-Haltern dringend, zurzeit auf den Tausch oder die Abgabe von Geflügel zu verzichten. Sie sollten ihre Tiere genau beobachten und bei Anzeichen der Geflügelpest sofort das Kreisveterinäramt verständigen“, so Bölling. Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einer Mastanlage in Westenholz vergangene Woche mussten mehr als 40.000 Tiere gekeult werden.

Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen hat ein Info-Telefon eingerichtet. Unter 05251/3083939 beantworten die Mitarbeiter Fragen zur Geflügelpest und den nun geltenden Regeln. Außerdem können sich hier Halterinnen und -halter melden, wenn bei ihren Tiere Symptome der Geflügelpest auftreten. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, unter dieser Nummer Funde von toten Wildvögeln zu melden. Das Infotelefon ist montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten können Verdachtsfälle auf Geflügelpest über die Kreisleitstelle in Büren-Ahden, Telefon 02955/76760, gemeldet werden.

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