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Haller Bürgermeister und seine Stellvertreter bitten um Hilfe für Flutopfer

Geld spenden – aber richtig

Halle

Angesichts der dramatischen Ausmaße der Flutkatastrophe in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens rufen der Bürgermeister und seine Stellvertreter die Haller zu Spenden auf. „Wir sind von den existenziellen Nöten und den tragischen Verlusten tief betroffen und wollen unsere Bürger zur Solidarität in Form von Spenden ermuntern“, sagt Bürgermeister Thomas Tappe.

Halles Bürgermeister Thomas Tappe und seine Stellvertreter Hasan Akpinar (links) und Axel Reimers (rechts) ermutigen dazu, großzügig für die Flutopfer zu spenden. Foto: Stadt Halle

Die Stadtverwaltung hat dazu auf ihrer Internetseite eine Übersicht mit Spendenkonten seriöser Hilfsorganisationen zugunsten der Betroffenen in den Hochwassergebieten erstellt. Neben den Namen und Bankverbindungen empfehlenswerter Hilfsorganisationen gibt es auch wichtige Tipps für Spenden in Katastrophenfällen. Tappe und seine Stellvertreter Axel Reimers und Hasan Akpinar haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen von Bürgern erreicht. „Viele wollen helfen, wissen aber nicht, wie“, so Tappe.

Liste erstellt

Weil es zu den betroffenen Hochwassergebieten keine expliziten persönlichen oder offiziellen Verbindungen gebe, die eine eigene Spendenaktion für einen gezielten Zweck rechtfertigen, habe man sich für diesen Weg entschieden. „Hilfe wird gerade an so vielen Stellen benötigt, dass wir den Spendenaufruf bewusst allgemein halten“, sagt Axel Reimers. Hasan Akpinar ergänzt, dass nach den vielen Sachspenden nun vor allem finanzielle Hilfen benötigt würden.

Zu den Spendentipps, die die Stadt Halle auf ihrer Homepage gibt, gehört auch der Hinweis, dass Kompetenz Vorrang habe – das gelte es bei der Auswahl der Hilfsorganisation zu bedenken. Schnelle Spenden seien gut, übereilte dagegen womöglich falsch: Die Stadt warnt vor Trittbrettfahrern, die gerade bei großen Katastrophen mit Aufrufen an die Öffentlichkeit treten, obwohl viel Geld womöglich in der Verwaltung versickere oder gar zur privaten Bereicherung missbraucht werde. Ein erhöhtes Risiko gelte hier bei Aufrufen im Internet und in sozialen Medien. Renommierte Medien dagegen dagegen wählten meist sorgfältig aus und helfen bei der Entscheidung.

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