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Unterwegs mit Förster Jürgen Rolfs in Oberbauerschaft – Kahlschläge erscheinen unvermeidbar

Gelingt die Rettung des Lebensraums Wald?

Oberbauerschaft

Rodung und Kahlschlag sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge und haben doch eine entscheidende Gemeinsamkeit: das großflächige Abholzen von Bäumen. Im Falle des Rodens erfolgt im Anschluss eine Umnutzung als Weide oder Ackerland, im Falle eines Kahlschlags wird neu bepflanzt, die Fläche bleibt also ein Wald, auch wenn es dort für längere Zeit insgesamt heller, wärmer und trockener wird. Das alles und noch eine Menge mehr erläutert Förster Jürgen Rolfs bei einem Rundgang durch sein Forstrevier in Oberbauerschaft. Deutlich wird auch: Er macht sich große Sorgen um den Lebensraum Wald.

Peter Götz

Förster Jürgen Rolfs hat in seinem Revier in Oberbauerschaft schon viel erlebt - großflächige Kahlschläge wie in jüngster Zeit gehörten bislang nicht dazu. Foto: Peter Götz

Zuerst sind Aufforstungen kaum als Wald zu erkennen, Pflänzchen die gehegt und gepflegt werden wollen. Sie haben hungrige Fressfeinde und müssen stetig mit Wasser, Nahrung und Licht zum Wachsen versorgt werden. Nach etwa fünf Jahren intensiver Hege und Pflege sind sie „aus dem Gröbsten raus“, dann braucht es, bei guten Standortbedingungen, „nur noch“ ein bis zwei menschliche Generationen Geduld – und fertig sind die Bäume. Das Holz wird geschlagen, verkauft und landet als Bauholz im Handel. Dieses Prinzip funktioniert(e) besonders gut mit der Fichte, sie wächst schnell und gerade, bringt zuverlässige Erträge für die Waldbesitzer – ein ökologisch/ökonomischer Kreislauf der im gemäßigten Klima gut funktionierte.

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