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„Gemeinsam im Kirchspiel Preußisch Oldendorf“ berichtet über Erreichtes und geplante Aktivitäten

Gemeinschaft bleibt trotz Corona aktiv

Preußisch Oldendorf

Zum dritten Mal hat sich die Vereinsgemeinschaft „Gemeinsam im Kirchspiel Preußisch Oldendorf“ aufgrund der Corona-Pandemie nur in Form eines digitalen Austauschs verständigt, statt sich persönlich zu treffen.

Eines von vielen Projekten von „Gemeinsam im Kirchspiel Preußisch Oldendorf“: Die Illumination des Kirchturms von St. Dionysius, die in verschiedenen Farben möglich ist (wie hier am Kinderhospiztag), wird ab 31. Oktober über eine automatische Schaltung gesteuert und täglich bis 22 Uhr erfolgen.

„Sinn und Zweck der Gemeinschaft ist, dass wir uns immer wieder über geplante Aktionen und Anliegen austauschen, Veranstaltungstermine aufeinander abstimmen und uns gegenseitig unterstützen“, berichtet Karl Wilhelm Finke, Ortsheimatpfleger von Preußisch Oldendorf und Sprecher der Gemeinschaft.

Ortseingangsschilder

Ein aktuelles Thema waren die Ortseingänge in Engershausen, Harlinghausen und Preußisch Oldendorf. Dort sind nun sechs „Willkommen-Schilder“ von der jeweiligen Ortsheimatpflege aufgestellt worden, die ein positives Echo hervorriefen. „Erfreulich ist, dass sich auch Börninghausen mit einem ähnlichen Willkommen-Schild dieser Aktion anschließen will“, erklärte Finke.

Gesprochen wurde auch über die zehn Ortswappen. An dieser Aufgabe werde nach wie vor in den Orten gearbeitet.

Rückblicke

Des Weiteren berichtet er, dass der Bund für Heimat und Umwelt Deutschland den Kirchplatz als „Historischen Ort der Gemeinschaft“ zum Kulturdenkmal des Jahres 2021 ausgezeichnet hat. Der zur 300-Jahr-Feier gekaufte Touch-Screen-Monitor mit Informationen zur Stadtgeschichte werde demnächst inhaltlich aktualisiert und stehe dann kostenlos zur Verfügung.

Der OTSV berichtete über seine beiden sehr erfolgreichen „Stadtrallyes“ und über über die Restaurierung der alten Vereinsfahne die mit dem „Heimat-Scheck“ des Landes finanziert wird.

Die Dorfgemeinschaft Hedem berichtete darüber, dass sich im Dorf zur Zeit alles um die Bebauung der Tennisplätze und vor allem um den geplanten Bau von Wohnungen für Westfleisch-Mitarbeiter dreht.

Anregungen

„Der Westfälische Heimatbund hat in zwei Broschüren umfang- und detailreich vorgestellt, wie neue Mitglieder für Vereine, Interessengruppen und für die Heimatarbeit gewonnen werden können“, informiert der Ortsheimatpfleger. Unter anderem gehe es um die Frage, wie das Interesse von Kindern und Jugendlichen geweckt werden könne – etwa mit Hilfe von Impulsgebern (Künstlern?), Projekten und Erlebnisführungen.

Dazu schlägt, die Gemeinschaft vor, könnten sich in Preußisch Oldendorf Sportvereine, Heimat- und Verkehrsverein, Jugendfeuerwehr, Feuerwehrmuseum (als außerschulischer Lernort), Museumseisenbahn, Kirchenvertreter, Jugendpflege und die Gleichstellungsbeauftragte mit den Kitas, der Grundschule und der Sekundarschule abstimmen.

Die Dorfgemeinschaften wurden auf das Angebot von Sebastian Schröder hingewiesen, der Vorträge über die Geschichte des jeweiligen Ortes oder des Vereins halten würde.

Stadtarchiv

Nicht unerwähnt ließ Karl Wilhelm Finke das Thema Stadtarchiv Preußisch Oldendorf. Dieses wird in den nächsten Jahren nach Lübbecke verlagert. „Alle Einwände seitens der Stadtheimatpflege wurden vom Stadtrat nicht berücksichtigt“, merkte Finke an.

Rund um die Kirche

Zur neu mit LED-Strahlern ausgestatteten farbigen Beleuchtung der St.-Dionysius-Kirche wird mitgeteilt, dass die Illumination mit der Zeitumstellung am 31. Oktober über einen Dämmerungsschalter und eine zusätzliche Zeitschaltuhr gesteuert wird und somit täglich bis 22 Uhr erfolgt.

Am „Offelter Eingang“ der Kirche ist darüber hinaus geplant, fünf Stelen aufzustellen. Diese ergeben auf der einen Seite ein zusammenhängendes Bild vom Kirchplatz und auf der anderen Seite werden die Kirche und ihre Innenausstattung den Besuchern beschrieben und gezeigt. Wie Finke berichtet, stehe das Presbyterium dem wohlwollend gegenüber, während weitere Zustimmungen von Seiten des Denkmalschutzes und des Landesbetriebs Straßenbau noch ausstehen.

Ein weiteres Projekt der Ortsheimatpflege Preußisch Oldendorf ist die Gestaltung von etwa elf öffentlichen Stromschaltkästen. Diese sollen in nächster Zeit mit einer Tafel versehen werden, auf der jeweils ein historisches Foto den gleichen Sichtbereich zeigt. Diese Variante werde einer „Bemalung“ durch Sprayer vorgezogen, erklärte Finke.

Anstehende Projekte

In Schröttinghausen werden der Glockenturm und die Außenfassade des Feuerwehrmuseums saniert. Außerdem ist die Herausgabe einer Festschrift zum ausgefallenen Feuerwehrjubiläum 2020 der Löschgruppe in Vorbereitung. Angeregt wurde, im kommenden Jahr eine gemeinschaftliche Marketingaktion zu dem Thema „Faszination Wasser“ zu veranstalten.

Lobend erwähnte Karl Wilhelm Finke die Arbeit des Vereins Kommunikation und Kultur Preußisch Oldendorf (KuK), der ein umfangreiches und sehr interessantes Herbstprogramm auf die Beine gestellt habe. Als nächste Veranstaltungen stehen noch ein Konzert der Folk-Band Nord Sea Gas (30. Oktober), eine Lesung von Frank Goosen (17. November) und ein Auftritt des bekannten Kabarettisten Jürgen Becker (23. November) an. „Diese lobenswerte Initiative wird von allen breite Unterstützung bekommen“, erklärte Finke.

Die Anerkennung als „Staatlich anerkannter Luftkurort“ für den Stadtteil Preußisch Oldendorf läuft nach Fristablauf aus. Es werden Gespräche über eine Verlängerung der Anerkennung geführt.

Der Sprecher „Gemeinsam im Kirchspiel Preußisch Oldendorf“ erinnert außerdem daran, dass die Stadt Anfang September alle Dorfgemeinschaften zu einer „Stadtteilkonferenz“ in die Mensa der Sekundarschule eingeladen hatte, die ebenfalls dem Austausch untereinander gedient habe.

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