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Stadt Brakel fördert mit „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW“

Geschäfts-Träume werden wahr

Brakel

Die Stadt Brakel hat im Dezember des vergangenen Jahres aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW eine Bewilligung über 484.000 Euro erhalten. „Unter anderem werden mit dieser Förderung Eigentümer von leerstehenden Immobilien bei der Etablierung neuer Nutzungen unterstützt“, erklärt Bürgermeister Hermann Temme.

Loben das neue Förderprogramm (von links): der allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters Peter Frischemeier, Wirtschaftsförderer Alexander Kleinschmidt, Neuer Betreiber des Caramell Sedat Darcin und Bürgermeister Hermann Temme. Foto: Stadt Brakel

Diese Fördergelder stehen für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren bereit.

„Gefördert werden kann hier die Anmietung von Ladenlokalen bis 300 Quadratmetern im Programmgebiet des zentralen Versorgungsbereichs, dies sind im Wesentlichen die Straßen Am Markt, Hanekamp, Am Thy und der obere Teil der Ostheimer Straße,“ weiß Alexander Kleinschmidt, der bei der Stadt Brakel unter anderem für Wirtschaftsförderung zuständig ist.

„Erstmals können wir auch mit finanziellen Mitteln bei der Beseitigung von Leerständen aktiv helfen“, sagt Peter Frischemeier. „Voraussetzung ist allerdings, dass der Eigentümer sich ebenfalls beteiligt. Er darf noch maximal 70 Prozent der letzten Miete verlangen. Zu diesem Preis mieten wir das Objekt dann an und vermieten es an Interessierte weiter“, erläutert der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters. Der neue Mieter müsse dann nur noch 20 Prozent der letzten Miete zahlen. Die Differenz werde durch das Förderprogramm gedeckt, führt Frischemeier aus.

Die Laufzeit des Förderprogramms ist bis Ende 2023 beschränkt.

Erste Erfolge konnten schon verzeichnet werden. So konnte Sedat Darcin sich seinen Traum von einer eigenen Lounge und Partybar in der Brakeler Innenstadt erfüllen, denn er hat das „Caramell“ in der Ostheimer Straße 1 übernommen. „Ich habe schon viel Gastronomieerfahrung und kenne mich in der Branche bestens aus“, freut sich Darcin über die Neueröffnung seiner Gaststätte. Informationen, Angebote und Aktionen rund um seine neue Gaststätte stellt der Brakeler Gastronom auf seiner neuen Internetseite zur Verfügung: www.caramell-brakel.de.

Alexander Kleinschmidt: „Das Schöne an dem Förderprogramm ist, dass es sich nicht nur auf den Einzelhandel beschränkt. Eine Innenstadt lebt von Vielfalt und alles, was die Frequenz erhöht ist förderfähig. Denn die Bandbreite reicht vom klassischen Ladenlokal über Showrooms heimischer Unternehmen und Verkaufsstellen für den Direktverkauf von landwirtschaftlichen Produkten bis hin zu kulturell genutzten Räumen.“

Wer eine Idee für eine Nutzung hat, kann sich bei Alexander Kleinschmidt (05272/360 1005) oder Peter Frischemeier (05272/360 1002) im Rathaus melden. Weitere Infos zum Projekt finden sich unter www.brakel.de/sofortprogramm.

Wir versuchen, die Interessenten mit den Immobilieneigentümern in Kontakt zu bringen und gemeinsam eine Lösung zu finden. Die bisherigen Erfolge bestärken uns in unseren Bemühungen den Leerstand in der Innenstadt zu verringern“, so Alexander Kleinschmidt abschließend.

Im Oktober 2021 hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW den dritten Programmaufruf zum Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen 2021 veröffentlicht.

Auch hier hat die Stadt umgehend gehandelt und einen Förderantrag gestellt. Förderfähig ist nun auch die Aufwertung des öffentlichen Raums durch verschiedene Elemente wie beispielsweise Stadtbäume in mobilen Pflanzkübeln, generationengerechte Möblierungselemente oder Kunstobjekte sowie Streetart. Der Fördersatz im Sofortprogramm Innenstadt NRW beträgt 90 Prozent. „Wir haben den Antrag auch schon mit Konzeptideen und -vorschlägen hinterlegt“, erklärt Alexander Kleinschmidt. „Deshalb würde es uns besonders freuen, wenn wir auch eine Bewilligung für diesen Baustein erhalten würden“, hoffen die Vertreter der Stadt Brakel.

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