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Erweiterung der Sekundarschule Rahden wird teurer als erwartet – Verteuerung durch Bau-Boom

Geschätzte 17 Millionen teuer

Rahden

Die Mitglieder des Rahdener Stadtrates hatten bereits eine erhebliche Kostensteigerung befürchtet.

Von Dieter Wehbrink

Dieses Bild vom bisherigen Plan der Sekundarschulerweiterung stellte das Planungsbüro am Mittwochabend dem Rahdener Stadtrat vor. Die Kostenschätzung des Büros liegt aktuell bei etwas über 17 Millionen Euro. Foto: Dieter Wehbrink

Für die Kosten des Erweiterungsbaus der Sekundarschule in Rahden hatten Stadtrat und Verwaltung bislang grob 14 Millionen veranschlagt. Doch am Mittwochabend, 1. Juli, legte das Architekturbüro GSP dem Gremium eine detaillierte Kostenschätzung vor. Und die hatte es in sich: Statt 14 Millionen gehen die Planer nun von rund 17 Millionen Baukosten aus, wenn der Entwurf so umgesetzt wird, wie er dem Rat vorgestellt wurde.

Obwohl Bauamtsleiter Dieter Drunagel zuversichtlich ist, dass die Stadt Zuschüsse vom Land NRW in Höhe von etwa 3 Millionen bekommen könnte, herrschte nach Bekanntgabe der geschätzten Endsumme im ersten Moment doch Betroffenheit. Allerdings hatten die Ratsmitglieder schon im Vorfeld mit einem deutlich höheren Betrag gerechnet – nicht zuletzt durch nachträglich geäußerte Wünsche wie eine Aula und – in Coronazeiten angeregt – eine Lüftungsanlage.

Der bisherige Bau der Sekundarschule (früher auch Hauptschule) soll erweitert werden. Foto: Michael Nichau

Die Planer wiesen auf die enormen Preissteigerungen in der derzeit „brummenden“ Baubranche hin. Pro Quartal sei hier derzeit von einem Prozent Steigerung auszugehen – was aus den 17 Millionen in zwei Jahren vermutlich sogar 18 Millionen machen würde.

Fest steht: Jetzt geht diese Kostenschätzung, die demnächst noch durch eine detaillierte Kostenberechnung konkretisiert wird, zur Beratung in die Fraktionen. Am 25. August ist die nächste Ratssitzung geplant, in der weitere Entscheidungen fallen sollen. Diese Sondersitzung ist notwendig, weil die Eile drängt. Die Stadt Rahden muss bis zum 30. September ihren Zuschussbedarf bei der Bezirksregierung in Detmold anmelden, wenn sie für den Schulbau noch Geld für das Jahr 2022 bekommen will.

Ob die Planer bei der Kostenaufstellung Einsparpotenzial bei diesem „Rahdener Jahrhundertprojekt“ (O-Ton Bürgermeister Dr. Bert Honsel) erarbeiten können, muss abgewartet werden. Eventuell komme eine Flächenverringerung bei der Aula in Frage, sagte der Experte, der ansonsten bei den Baustandards keine entscheidenden Kostensenkungen sieht.

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