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Landwirt Florian Rüschoff und Bäckermeister Tobias Kayser stellen erstes Roggenbrot mit Getreide aus dem eigenen Dorf vor

Gewachsen und gebacken in Würgassen

Beverungen-Würgassen

„Regionaler geht es nicht“, versichern Tobias Kayser und Florian Rüschoff bei der Vorstellung ihres ersten Würgasser Roggenbrotes. Bäckermeister Kayser und Landwirt Rüschoff sind seit Jahren befreundet – und jetzt auch Geschäftspartner, denn die Idee, in Würgassen Roggen anzubauen und hier auch zu verbacken, haben sie inzwischen gemeinsam in die Tat umgesetzt. „Regionalität ist schließlich in aller Munde“, erklärt Tobias Kayser die Entstehung der Idee.

Von Alexandra Rüther

Im vergangenen Sommer hat Florian Rüschoff seinen Roggen aus Würgassen zum ersten Mal geerntet. Foto: Florian Rüschoff

Ein Roggenmischbrot hatte die Bäckerei, in die Tobias Kayser nach dem Tod seines Vaters in sechster Generation als Geschäftsführer eingestiegen ist, zwar auch vorher im Programm, ein echtes Roggenbrot aber nicht. Und weil Florian Rüschoff durchaus „Lust auf ein Experiment“ hatte, hat er auf etwa sechs Hektar seiner Flächen die Getreideart aus der Familie der Süßgräser angebaut. Mit der Ernte war er zufrieden. Und backbar war der Roggen auch, wie zwei Gutachter bestätigten. Und so hat Rüschoff im vergangenen Herbst erneut Roggen gesät. 40 Jahre lang hatte die Getreideart auf dem Hof seiner Familie überhaupt keine Rolle gespielt. Wer jetzt von Lauenförde nach Würgassen fährt, kommt direkt an dem Hof und der Anbaufläche vorbei. „Die Würgasser können also übers Jahr schauen, wie hier sozusagen ihr Brot wächst“, so Rüschoff.

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