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Angeklagter Algerier beteuert in Bielefeld weiter seine Unschuld – Verteidiger legt Berufung gegen erstes Urteil ein

Gewalttat im Asylheim geht vors Landgericht

BIELEFELD

Die blutige Gewalttat unter algerischen Asylbewerbern vom Oktober vergangenen Jahres in der Flüchtlingsunterkunft an der Ecke Gütersloher Straße/Südring in Bielefeld-Brackwede beschäftigt weiter die Justiz. Verteidiger Jerrit Schöll legte für den nach wie vor in Untersuchungshaft sitzenden Angeklagten (30) Berufung zum Landgericht Bielefeld gegen das Urteil des Bielefelder Schöffengerichtes ein.

Von Jens Heinze

Vorsitzende Richterin Kirsten Reichmann hatte den Algerier vor kurzem für schuldig befunden, beim Streit um ein verschwundenes Mobiltelefon einem zur Tatzeit 38-jährigen Landsmann einen Stich in die Leber versetzt zu haben. Der Angeklagte habe sich der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht und müsse für zwei Jahre und vier Monate in Haft, so die Begründung für das Urteil. Ein versuchtes Tötungsdelikt, wie es Kripoermittler einer Bielefelder Mordkommission unmittelbar nach der Tat angenommen hatten, ließ sich nicht beweisen.

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