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Hilke Meier ist neue Geschäftsführerin des AWO-Kreisverbandes Herford

Gisela Kucknat geht in Rente

Enger/Herford

Vor 31 Jahren begann Gisela Kucknat ihre Arbeit für den AWO-Kreisverband. Seit sechs Jahren ist sie dessen Geschäftsführerin und brachte den Wohlfahrtsverband auch durch die turbulenten Zeiten während der Corona-Pandemie. Zum 31. März ist die 63-Jährige in den Ruhestand gegangen. Sie hat die Kreisgeschäftsführung an Hilke Meier übergeben.

Wechsel in der Geschäftsführung: Gisela Kucknat (links) mit Nachfolgerin Hilke Meier und AWO-Kreisvorsitzendem Andreas Rödel.

„Selbstverständlich freue ich mich auf mehr frei verfügbare Zeit und weniger Belastung, aber ich arbeite einfach mit Freude und habe auch die Verantwortung gerne übernommen“, erzählt Gisela Kucknat. Als pädagogische Mitarbeiterin kam sie 1991 zum AWO-Kreisverband und übernahm zwei Jahre später die Leitung des Familienbildungswerkes. 2016 folgte der Wechsel in die Geschäftsführung des Kreisverbandes. „Ich hatte den Vorteil, dass wir schon im Familienbildungswerk immer vernetzt gearbeitet haben und ich etliche Arbeitskontakte und -zusammenhänge weiterführen konnte“, erinnert sie sich.

Zu ihrem Zuständigkeitsbereich als Geschäftsführerin zählte die komplette Palette der sozialen Dienste des AWO Kreisverbandes – von den „Frühen Hilfen“ bis zu „Essen auf Rädern“. Nach eigener Aussage lag ihr die Gestaltung der Kinder- und Jugendarbeit dabei besonders am Herzen.

Gisela Kucknat

Doch die Arbeit hielt auch Herausforderungen bereit. Kucknat: „Wenn manche die vergangenen zwei Corona-Jahre als Dauerkrise bezeichnen – für den AWO-Kreisverband begann der Ausnahmezustand bereits 2019 mit dem Schock aufgrund des unerwarteten Todes unseres langjährigen Vorsitzenden Norbert Wellmann.“ Mit diesem menschlichen Verlust, einer AWO-internen Neuorientierung sowie der Corona-Pandemie im Gepäck, wurde Krisenbewältigung zu einem zusätzlichen zentralen Thema der vergangenen drei Jahren.

„Wir haben die Ausnahmejahre bisher gut gemeistert und keine Einrichtungen schließen, keine Mitarbeitenden entlassen müssen“, resümiert Kucknat und betont die Bedeutung einer guten Teamarbeit.

Dies bestätigt der Kreisvorsitzende Andreas Röde und fügt mit Blick auf Gisela Kucknat hinzu: „Das war stets eine hervorragende Zusammenarbeit, auf die man sich immer verlassen konnte.“

Seit Februar hat Kucknat ihre Nachfolgerin in die konkrete Geschäftsführung eingearbeitet. Bereits seit 2015 ist die Diplom-Sozialarbeiterin Hilke Meier als Fachbereichsleiterin für die Kinder- und Jugendhilfe beim AWO-Kreisverband. Rödel: „Sie ist als Geschäftsführerin eine ausgezeichnete Nachfolgerin von Gisela Kucknat.“

Gemeinsam haben die beiden viele AWO-Einrichtungen besucht. Meier: „Meine Wertschätzung gilt den ehren- und hauptamtlichen Kollegen. Mit großem Engagement, Teamgeist und Fachwissen engagieren sie sich für Menschen in vielfältigsten Lebenslagen. Unsere Stärke ist die Qualität mit viel Herz.“

Die neue Kreisgeschäftsführerin geht ihre neuen Aufgaben engagiert an: „Ich bin mir meiner verantwortungsvollen Rolle für die wertegeleitete Weiterentwicklung als Anbieter sozialer Dienstleistungen bewusst und werde meine ganze Kraft dafür einsetzen.“

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