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Pilotprojekt: Stadt Delbrück sucht geeignete Stellen für unterirdische Abfallcontainer

Glascontainer verschwinden im Boden

Delbrück

Seit einigen Jahren gibt es in der Delbrücker Verwaltung Überlegungen, Abfallgefäße unterirdisch zu installieren und damit der Vermüllung an den Sammelpunkten und der Lärmentwicklung entgegen zu wirken. Das soll nun konkreter werden.

Am Wanderparkplatz an der Sennestraße in Hövelhof wurden im Frühjahr Unterflursammelbehälter für Altglas in Betrieb genommen. Hier werden in zwei Containern Weißglas und in einem weiteren Container Grün- und Braunglas gesammelt. Foto: Axel Langer

„Im Jahr 2018 habe ich mir das erste Unterflurabfallsystem in Paderborn angesehen. Das Unterflursystem könnte einige Probleme lösen“, so Fachbereichsleiter Werner Mattiza. Bislang wurde das Projekt in Delbrück nicht konkreter verfolgt, dies könnte sich jetzt ändern. Vor allem im Bereich Wiemenkamp und in Neubaugebieten könnten die größeren, unterirdischen Behälter vorrangig beim Sammeln von Altglas zum Einsatz kommen.

In der jüngsten Sitzung des Heimat-, Gewässer- und Verkehrsausschusses präsentierte Dr. Dietmar Regener vom ASP das in Paderborn eingesetzte System. Besonders im Bereich Müllentsorgung bei großen Wohneinheiten sowie beim Sammeln von Altglas habe man gute Erfahrungen gemacht. „Das ist das System der Zukunft“, so Regener.

Er sieht in Delbrück vor allem im Bereich Altglas sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. Für Altglas hätten die rund drei Meter hohen Behältnisse ein Fassungsvermögen von drei Kubikmetern, sonst würden die Container zu schwer. Die Behälter werden komplett im Boden versenkt, und lediglich die Einwurföffnungen bleiben oberirdisch zu sehen.

Die Vermüllung der Containerstandorte habe in Paderborn schlagartig abgenommen. Die Lärmbelastung beim Einwurf von Altglas verringere sich spürbar. Die Einwurföffnungen sind barrierefrei und einfach zu erreichen.

Allerdings müsste der Standort ermöglichen, dass er mit einem Kranfahrzeug angefahren werden kann, um die Behälter auch leeren zu können. Das Volumen übertreffe das der üblichen Altglaswürfel um das Dreifache. Bei der Planung sei allerdings das Gespräch mit dem Entsorger zu suchen, da für die Abfuhr ein spezielles Fahrzeug notwendig sei.

Für das Delbrücker Land wurden von den Ausschussmitgliedern der Großparkplatz Wiemenkamp sowie anstehende Neubaugebiete für ein mögliches Pilotprojekt identifiziert.

Bis zur nächsten Delbrücker Ratssitzung entwickelt die Verwaltung ein Konzept, das dann möglicherweise bereits nächstes Jahr umgesetzt werden kann.

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