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Gewinner des Fotowettbewerbs des Leader-Projekts „Streuobstwiesen aktiv“ stehen fest – weitere Veranstaltungen

Großes Interesse an heimischer Kulturlandschaft

Bad Wünnenberg

Der Fotowettbewerb des Leader-Projekts „Streuobstwiesen aktiv“ ist abgeschlossen, die Gewinner stehen fest. Unter den Einsendungen waren schöne Landschaftsaufnahmen genauso wie künstlerische Kreationen an Obstbäumen und eindrucksvolle Details, die in einer Streuobstwiese entdeckt werden können.

Die junge Franziska Erhardt dekorierte mit einer Freundin einen Obstbaum und reichte dieses Gewinnerfoto ein. Foto:

Während Familie Erhardt aus Etteln sich schon auf den jungen Obstbaum freut, der im Herbst bei ihnen gepflanzt wird, gewann Familie Wirth aus Borchen eine Kiste Streuobstapfelsaft und die Herren Franzbecker und Niggemeier können mit regional erzeugtem Obstbrand auf ihren Gewinn anstoßen. „Besonders freut es mich, dass zwei junge Damen zu den Gewinnerinnen zählen. Das zeigt mir, dass das Interesse an heimischer Kulturlandschaft und die künstlerische Auseinandersetzung damit auch bei den jüngeren Menschen ausgeprägt ist. Das lässt auf eine gute Zukunft für unsere Streuobstwiesen hoffen,“ so Projektleiterin Friederike Stelzner-Langner.

Projekt nimmt Fahrt auf

Und auch sonst nimmt das Projekt an Fahrt auf: Ulrich Klinke, Aufsichtsratsvorsitzender der Biologischen Station Paderborn-Senne und Vorsitzender des Vereins Historische Landtechnik Wünnenberg, erklärte mehr als 20 Teilnehmern in zwei Kursen, warum es beim Sensen insbesondere auf die gute Vorbereitung der Sense – das Dengeln – ankommt und zeigte, wie das geht. „Früher, als es noch keine Mähmaschinen gab, war das quadratkilometerweise Mähen von Getreide und Heu echte Knochenarbeit,“ weiß der erfahrene Senser. „Das ist Gott sei Dank vorbei. Aber die Technik eignet sich an vielen Stellen immer noch hervorragend, zum Beispiel um Gräben und Säume zu mähen. Insbesondere, wenn empfindliche Pflanzen wie junge Büsche oder Obstbäume dabei nicht beschädigt werden sollen.“

Auch erste Schnittkurse können jetzt endlich stattfinden. So erklärte Obstbaumpfleger Peter Trapet kürzlich zunächst Mitgliedern der AG Streuobstwiesenschutz der Biologischen Station Paderborn-Senne, weshalb es manchmal auch sinnvoll ist, Obstbäume im Sommer zu schneiden. „Sehr wüchsige Bäume kann man so in ihrem Wachstum bremsen,“ so der Experte.

Anmeldungen noch möglich

Und es gibt noch mehr zu lernen: Bei der Veranstaltung „Trockenheit und Wiesenpflege“ am Samstag, 24. Juli, beispielsweise geht es darum, wie insbesondere junge Bäume durch die richtige Wiesenpflege in ihrer Entwicklung gefördert werden können – auch und insbesondere vor dem Hintergrund der trockenen Sommer der vergangenen Jahre. Interessierte können sich bei der Biologischen Station Paderborn-Senne (Tel. 05250/708410, E-Mail info@ streuobstwiesen-aktiv.de) anmelden. Dieses Thema wird noch einmal aufgegriffen beim zweiten Streuobst-Treff am 6. September, der darüber hinaus dem Austausch von Streuobstfreunden dient. Genauere Informationen zu den Terminen finden Interessierte unter www.streuobstwiesen-aktiv.de.

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