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Nach Sky, TV Now, Stern TV und „Bild“-Serie legt die ARD mit Dreiteiler zum „Horror-Haus von Höxter“ nach

Grusel-Fernsehen in Dauerschleife

Höxter/Bosseborn

„Horror-Haus“ in Endlosschleife. In den vergangenen Wochen überbieten sich die überregionalen Medien auffällig mit neuen Serien, Filmen und Dokumentationen über die Verbrechen im Haus Saatweg 6 in Bosseborn. Da sich Übertragung der Immobilie vom Land NRW an die Stadt Höxter endlos hinzieht, haben TV-Teams, Fotografen und Sensationshungrige die Chance genutzt, weiter zu diesem schlimmen Ort von unfassbaren Verbrechen zu „pilgern“. Das soll durch den zügigen Abriss bald ein Ende haben, aber noch steht das Gebäude des Grauens.

Von Michael Robrecht

Weltweit ist besonders vor fünf Jahren von Dutzenden Fernsehteams, Agenturen und weiteren Medien über die Verbrechen im Saatweg 6 in Bosseborn berichtet worden – hier berichtet der bekannte RTL-Chefreporter Uli Klose vom „Horror-Haus“. Foto: Michael Robrecht

Neueste mediale Präsentation – nach True-Crime-Podcast auf Sky, einer TV-Now Juli-Shaw-Grusel-Serie sowie groß aufgemachten Beträgen in Stern-TV und Bild-Zeitung – ist ein vom WDR aufwendig produzierter Dreiteiler, der am Montag vorab in die ARD-Mediathek eingestellt wurde und im Januar im Free-TV gezeigt wird. Den Bossebornern reicht die neue mediale Dauerpräsenz: „Wir würden das Haus lieber heute als morgen abreißen“, meinte Bruno Kieneke, Nachbar im Saatweg und als Kommunalpolitiker seit 2016 mit dem Fall zwangsbefasst. Die Bosseborner hätten still vereinbart, keine großen Interviews zu dem Fall zu geben. Zuletzt hätten TV- und Filmteams mit Drohnen gedreht und versucht, Anwohner vor die Kamera zu bekommen.

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