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NPH stellt neue Busse und neuen Fahrplan für Bad Wünnenberg und Borchen vor

„Gute Lösungen für Fahrgäste gefunden“

Borchen/Bad Wünnenberg

Fahrgäste in den Bussen zwischen Bad Wünnenberg, Borchen und Paderborn müssen sich zum Fahrplanwechsel am Dienstag, 6. Juli, umstellen. Besonders betroffen ist Bad Wünnenberg.

Von Hanne Hagelgans

Im Linienbündel 6 auf der Paderborner Hochfläche zwischen Bad Wünnenberg, Borchen und Paderborn gibt es eine Reihe von Änderungen im Busverkehr. Die Neuerungen vorgestellt haben (von links): Bürgermeister Christian Carl (Bad Wünnenberg), Benjamin Münstermann (BVO), Marcus Klugmann (NPH) und Bürgermeister Uwe Gockel (Borchen). Foto: Hanne Hagelgans

Dort gibt es umfangreiche Änderungen vor allem im Schulbusverkehr, die für die Fahrgäste Vorteile bringen sollen. Die Kapazitäten wurden erhöht und ein Bus von Bleiwäsche zur Grundschule Fürstenberg neu in den regulären Fahrplan aufgenommen.

Der Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter (NPH) verbessert im Linienbündel 6, das die Paderborner Hochfläche mit den Stadtgebieten Bad Wünnenberg und Borchen versorgt, auch die Fahrzeugflotte: Elf brandneue Busse mit allem Komfort sind dort künftig unterwegs. So gibt es an jedem Sitzplatz USB-Anschlüsse für Handy oder Laptop, außerdem kostenloses W-Lan und besonders leistungsfähige Klimaanlagen und Komfortpolsterung. Um dem Schutz vor Corona Rechnung zu tragen, sind die neuen Busse außerdem mit antiviralen Filtersystemen, einer Schutztrennscheibe für den Fahrer und einem QR-Code zur Registrierung über die Luca-App ausgestattet. Hintergrund der Neuerungen ist eine grundsätzliche Veränderung in der Organisation des Busverkehrs in der gesamten Region Paderborn-Höxter. Bisher boten Busunternehmen die Fahrten auf eigene Rechnung an und waren dabei darauf angewiesen, wirtschaftlich zu arbeiten – mit der Folge, dass unrentable Strecken häufig eingestellt wurden.

Öffentlicher Personennahverkehr sei aber besonders im ländlichen Raum kaum wirtschaftlich zu betreiben, erläutert NPH-Geschäftsführer Marcus Klugmann. Daher sei die politische Entscheidung gefallen, den Busverkehr zu stärken und zum gemeinwirtschaftlichen Modell zu wechseln. Dabei subventionieren Kreis und Kommunen den Busverkehr, so dass der Dienstleister (hier nach wie vor die BVO) auch gewünschte, aber nicht unbedingt rentable Verbindungen aufrecht erhalten kann. Im Gegenzug haben die Kommunen ein deutlich größeres Mitspracherecht bei der Planung der Verbindungen. Das habe für das Linienbündel 6 gut funktioniert, lobten am Mittwoch die Bürgermeister Uwe Gockel (Borchen) und Christian Carl (Bad Wünnenberg).

Die Wünsche der beiden Kommunen seien weitestgehend umgesetzt und gute Lösungen für die Fahrgäste gefunden worden.

Linien

Größere Veränderungen ergeben sich unter anderem bei folgenden Linien:

410: Die neue Linie 410 verkehrt jetzt im 120-Minuten-Takt statt der bisherigen Linie 411 im 60-Minuten-Takt. Neu ist, dass Leiberg und Bleiwäsche angebunden werden. An Wochenenden gibt es Fahrten, die per Anruf bestellt werden müssen.

R11: Sie verkehrt im 120-Minuten-Takt ab Paderborn-Hauptbahnhof und ermöglicht durch zeitlichen Versatz für Fahrgäste aus Bad Wünnenberg, Fürstenberg und Haaren eine stündliche Verbindung nach Paderborn.

Schulverkehr: Aus Borchen verkehren die Linien 470 (aus Alfen) und 471 (aus dem Altenautal) nach Paderborn. Künftig sollen mehr Sitzplätze für die Schüler angeboten werden. Für Bad Wünnenberg gibt es künftig eine Direktanbindung zu den Schulen am inneren Ring in Paderborn.

Weitere Informationen: Telefon 05251/2939400 und www.fahr-mit.de.

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