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Zweiter Feierabendmarkt in Brakel

Gutes aus der Region

Brakel

Der Wettergott hatte ein Einsehen und empfing die zahlreichen Besucher auf dem Marktplatz vor dem Rathaus und auf dem Hanekamp ohne Regen oder Hitze. Ideal für einen Einkaufsbummel über den Feierabendmarkt in Brakel, der zum zweiten Mal veranstaltet wurde.

Von Reinhold Budde

Angelia Beer vom Rittergut Meinbrexen zeigt zwei Grillsaucen auf Basis von Erdbeeren: Erdbeersenf (links) und das ganz neue Erdbeer-Curry-Ketchup. Foto: Reinhold Budde

Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Bördeland und Diemeltal“ richteten zusammen mit der Stadt den Markt erneut aus. Unter dem Motto „Nachhaltig ernähren: Region entwickeln und Klima schützen“ boten ungefähr 20 Händler aus der Region ihre Ware an.

So auch Sabrina Busse aus Höxter. Sie betreibt seit Oktober ihr Geschäft „Aus gutem Grund unverpackt“. „Es gibt genügend Verpackungsmüll, den wir nicht benötigen und der die Umwelt schadet. Bei mir kann jeder seinen eigenen Behälter mitbringen und ich fülle die Ware dort hinein“, sagte sie auf dem Feierabendmarkt. Brakel kennt sie seit einigen Monaten, denn dort steht sie jeden ersten und dritten Freitag im Monat mit ihrem Verkaufswagen auf dem Wochenmarkt. „Es kommen immer mehr Kunden und bringen ihre eigenen Behälter wie Gläser und Kunststoffdosen mit. Diese Behälter halten jahrelang, und das freut mich“, sagte Sabrina Busse. Angeboten werden bei ihr Nudeln, Linsen und verschiedene Nussarten, um nur einige Produkte zu nennen.

Die Feindestillerie Bellersen mit Gerhard Wiedemeier und Rudolf Behr. Foto: Reinhold Budde

Nachhaltig produzierte Bürsten aller Art präsentierte Monika Käding aus Brakel. Vom Staubwedel aus Ziegenhaar über Holzmesser bis hin zu Rohreinigern und Felgenbürsten reicht das Repertoire. „Die Leute wollen weg von dem ganzen Plastikmüll. Sie haben erkannt, dass Naturprodukte viel gesünder sind“, sagt sie und erwähnt, dass sie bereits seit 30 Jahren Märkte besucht.

Ganz feine Tropfen aus Bellersen werden in der dortigen Feindestillerie Bellersen hergestellt. Das Hauptprodukt ist der mehrfach prämierte feine Apfelbrand. Zusätzlich gibt es Brände auf der Basis von Zwetschen, Mirabellen, verschiedene Kirschsorten und weitere. Gerhard Wiedemeier und Rudolf Behr sind immer wieder gespannt, welcher Brand bei den Kunden am besten ankommt.

Rittergut Meinbrexen verkauft auch Erbeer-Curry-Ketchup

Angelika Beer verkaufte auf ihrem Verkaufsstand die momentan sehr beliebten, gesunden und kleinen roten Muntermacher: Erdbeeren. Doch die Mitarbeiterin vom Rittergut Meinbrexen aus Lauenförde-Meinbrexen zeigte auch, was man aus Erdbeeren noch machen kann: Erdbeermarmelade, Erdbeergelee, Erdbeernektar und Erdbeersenf. Alles regional auf dem Rittergut hergestellt. „Eine Zutat müssen wir dazukaufen: Curry“, sagte Angelia Beer auf dem Feierabendmarkt. Der wird für die neueste Kreation benötigt: Erdbeer-Curry-Ketchup.

Regionale Produkte und Umwelt- und Klimaschutz auf einem Markt, dass passt gut zusammen. Deshalb informierte Brakels Klimaschutzbeauftragter Hendrik Rottländer die Besucher über Klimaschutz, Sigrid Johlen-Hoppe wies auf die wichtigen Hummelwiesen hin.

Peter Markus hat die Besucher mit seinen Gesang unterhalten. Foto: Reinhold Budde

Auch die Bürgerinitiative Atomfreie Dreiländereck war vertreten und informierte über das geplante Atommüllzwischenlager in Würgassen und seine möglichen Auswirkungen auf Brakel. Natürlich dürfen auch die Landfrauen auf so einem Markt nicht fehlen. Sie verwöhnten die Besucher mit Waffeln, zusammen mit weiteren Anbietern von Speisen und Getränke.

Der Feierabendmarkt in Brakel dürfte auch im kommenden Jahr wieder veranstaltet werden, darüber sind sich Aussteller und Besucher einig gewesen.

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