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Bei Scheidungsdrama im Kinderschutzhaus Mutter (35) massiv misshandelt und gewürgt

Haftstrafe nach Gewaltexzess

Bielefeld

Nach dem Gewaltexzess an einer Mutter (35) hat das Schöffengericht den in U-Haft sitzenden Noch-Ehemann (43) der Frau zu einer Haftstrafe verurteilt. Vorsitzende Richterin Kirsten Reichmann schickte den aus Frankfurt/Main stammenden Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung an der 35-Jährigen für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis.

Von Jens Heinze

Im Kinderschutzhaus, wo sich Mütter und ihr Nachwuchs besonders sicher fühlen sollen, geschah am 7. April die Tat. Foto: Starke

Elf Monate nach der Trennung des in Scheidung lebenden deutsch-nigerianischen Ehepaares – die Mutter war mit ihrer eineinhalbjährigen Tochter nach Bielefeld geflüchtet – kam es Anfang April im Kinderschutzhaus an der Ernst-Rein-Straße zu der Gewalttat, die beinahe tödlich geendet hätte. Beim Streit um Sorgerecht sowie ausstehende Unterhaltszahlungen drehte der Vater bei einem von einer Sozialarbeiterin begleiteten Besuch von Frau und Kind durch. Unter anderem, weil der Deutsche offenbar fürchtete, dass sich die aus Nigeria stammende 35-Jährige mit der Tochter ins Ausland absetzen könnte und er das gemeinsame Kind nie wiedersehen würde, drang der Angeklagte nach dem frühzeitig für beendet erklärten Besuch wieder ins Schutzhaus ein.

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