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Drei Jugendliche der Ravensberger Erfinderwerkstatt holen Preise mit kleinen Robotern

Haller MINT-Tüftler erfolgreich

Halle

Seit Anfang Juli haben Alicia, Josefine und Clemens mehrmals wöchentlich am Ferienangebot der Ravensberger Erfinderwerkstatt in Halle teilgenommen und dieses Engagement über das Ferienende hinaus fortgesetzt, um Roboter für die ExploreScience in Bremen zu bauen und zu programmieren. Mit einem eindrucksvollen Resultat.

Die 13-jährigen Schüler Clemens, Josefine und Alicia aus der Ravensberger Erfinderwerkstatt waren mit ihren kleinen Robotern erfolgreich bei der ExploreScience in Bremen. Foto: Biedermann

Diese intensive Entwicklungsarbeit konnten die MINT-interessierten und besonders engagierten Schüler pünktlich und überaus erfolgreich abschließen. Ihre Aufräumroboter überzeugten auf der ExploreScience im Wettbewerb der Entropieoptimierer mit absolut herausragenden Ergebnissen und belegten dort die Plätze 1, 2 und 3. Die Konkurrenz aus Niedersachsen und Bremen zollte großen Respekt vor den beeindruckenden Leistungen der 13-Jährigen.

Die ExploreScience ist ein jährliches, dreitägiges MINT-Festival der Klaus-Tschira-Stiftung im Bürgerpark in Bremen. Im Rahmen dieses herausragenden MINT-Events können Schüler Bühnenshows genießen, Ausstellungen und Workshops besuchen sowie an Mitmachangeboten und Wettbewerben teilnehmen, so auch am Contest der Entropieoptimierer. Dafür gilt es einen Aufräumroboter zu entwickeln, der innerhalb von 180 Sekunden auf einer 1 x 1 Meter großen Fläche möglichst viele der dort zufällig verteilten 50 Tischtennisbälle in fünf 43 Millimeter große Löcher zu befördern.

Roboter sucht sich seine Wege selbst

Alicia, Josefine und Clemens haben sich für den Bau autonom fahrender Roboter entschieden und dafür ganz unterschiedliche Konzepte verfolgt. Clemens setzt für seinen Roboter mehrere Sensoren ein, so dass dieser hoch sensibel auf Banden- und Ballberührungen reagieren kann und sich dank ausgereifter Programmierung geeignete Wege selbst sucht und findet. Josefine hingegen entscheidet sich für einen exakt und fest programmierten Aufräumweg und achtet dabei, dass sich der Roboter wiederholt in den Ecken des ein mal ein Meter großen Feldes an der Bande genau ausrichten kann, um die vorgesehene Bahn nicht durch leichte Ungenauigkeiten bei Drehen des Roboters zu verlassen. Alicia investiert mehr Zeit und entwickelt zusätzlich flexibles Werkzeug, mit dem sie Bälle auch aus den Ecken einfangen und in die Löcher befördern kann. Durch Zufall entdeckt sie eine weitere Optimierungsmöglichkeit.

Da die Treffen im Keller der Destille unter der Stadtbücherei stattfinden und dieser coronabedingt immer sehr gut gelüftet wird, bemerkte sie eines Tages, wie der starke Luftzug beim „Aufräumen“ hilft, die Tischtennisbälle auf der zufälligen Verteilung hin an die Banden bewegt, von wo aus diese weitaus leichter in die Löcher befördert werden können. An Folgetag bekommt ihr Roboter zusätzlich einen Ventilator, der von einer Powerbank aus betrieben wird.

In Bremen kommt Alicia mit ihren Roboter aus Platz 1 gefolgt von Josefine die den 2. Platz belegt und Clemens, der sich über den 3. Platz riesig freut. Besonders freuten sie sich, dass Axel Carl, promovierter und habilitierter Physiker und Wissenschaftsjournalist alle drei lobt und motiviert neue MINT-Herausforderungen zu suchen und zur Teilnahme an einer weiteren von ihm organisierten Wettbewerb im Oktober nach Mannheim eingeladen hat.

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