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Die Rückkehr des Wolfes, Teil 6: Was ein Jäger denkt und was eine Studie über die Gefährlichkeit aussagt

Hat er zu viele Rechte?

Paderborn

„Der Wolf darf gefühlt alles“, hat Berthold Antpöhler den Eindruck. Das vom Wolf gezeichnete Bild orientiere sich nicht an den Realitäten und den Interessen aller beteiligten Parteien, sondern werde „zu stark geprägt über Natur- und Tierschutz“, findet der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Paderborn aus Bad Lippspringe. Die allzu euphorische Haltung „Hurra, der Wolf ist da!“ lehnt er ab und wünscht sich eine weniger „einseitige“ Betrachtung.

Von Dietmar Kemper

Wölfe sind streng geschützt, wer einen von ihnen tötet, begeht eine Straftat. Foto: Ingo Wagner

„Hat nur noch der Wolf Rechte?“, fragt Antpöhler und mahnt Verständnis für die Sorgen der Weidetierhalter und für Ängste in der Bevölkerung an. Kein Verständnis hat er dafür, dass Jagdkollegen, die von Amts wegen beauftragt wurden, einen Wolf zu erlegen, anschließend mit einem Shitstorm überzogen und sogar bedroht wurden. Antpöhler fordert ein entschiedenes Wolfsmanagement „mit Bezirken, wo der Wolf sein darf, und mit Bezirken, wo er nicht sein darf“.

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