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Kröten auf Wanderschaft: Stadt Werther und BUND benötigen Unterstützung an den Amphibienzäunen

Helfer für eine tragende Rolle gesucht

Werther

Wenn die Temperaturen demnächst möglicherweise wieder ansteigen, gehen Amphibien wie Erdkröten und Molche auf Wanderung zu ihren Laichgewässern. Damit die Amphibien diese sicher erreichen, werden an Straßen und Wegen, die die angestammten Wanderwege der Amphibien zerschneiden, Krötenzäune aufgestellt. Entlang der Zäune sind Eimer eingegraben, in die die Amphibien fallen und jeweils morgens und abends von Helferinnen und Helfern sicher auf die andere Straßenseite gebracht werden. Für diese Aufgabe suchen der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und die Stadt Werther noch Freiwillige.

Gefährliche Überquerung: Autofahrer sollten in diesen Wochen auf wandernde Kröten und Molche achten. Foto: dpa

Traurig: An manchen Orten sterben laut BUND bis zu 70 Prozent der kleinen Wanderer bei der Überquerung einer einzigen Straße. Entweder werden sie überfahren oder durch den Luftdruck getötet, der durch schnell fahrende Autos verursacht wird. Ganze Populationen können auf diese Weise umkommen. Der BUND ruft Autofahrer auf, in diesen Tagen und Wochen Rücksicht auf die kleinen Tierchen zu nehmen.

Auf Strecken, die bei Amphibien beliebt sind, stehen oft Hinweisschilder mit einem Froschsymbol. Vor allem in regnerischen Morgen-, Abend- und Nachtstunden und bei milden Temperaturen sollten Autofahrer besonders aufmerksam sein und die Tempolimits einhalten. Es wird empfohlen, dort nicht schneller als 30 km/h – möglichst noch langsamer – zu fahren, da so der tödliche Luftstrom verhindert wird.

Wer sich am Amphibienschutz beteiligen will, erhält nähere Informationen bei Matthias Landwehr vom BUND, Telefon 0173/7207146, E-Mail: matthias.landwehr@bund.net, und bei Werthers Umweltbeauftragter Dr. Nadine Dannhaus, 05203/705-48, E-Mail: nadine.dannhaus@gt-net.de.

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