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Update: Polizei gibt erste Details zum Täter bekannt – Mitarbeiterin (41) mit Messer zur Herausgabe des Geldes gezwungen

Hiddenhausen: Tankstellen-Räuber weiter flüchtig

Hiddenhausen

Die Polizei hat am Sonntag erste Details zum Tankstellenräuber, der am Freitagabend eine Mitarbeitern mit dem Messer bedrohte, bekannt gegeben.

Von Kathrin Weege und Christian Müller

Mit einem Messer bewaffnet hat ein Mann am Freitagabend die Aral-Tankstelle in Eilshausen überfallen. Umgehend Foto: Christian Müller

Ihr Dienst in der Aral-Tankstelle an der Bünder Straße endet Freitagabend für eine Mitarbeiterin (41) mit einem Schock: Ein unbekannter Mann mit einem Käppi betritt den Verkaufsraum der Tankstelle und zückt plötzlich ein Messer mit einer längeren Klinge. Mit der vorgehaltenen Waffe fordert er die Herausgabe von Bargeld aus der Kasse. Er tritt dann selber hinter den Verkaufstresen und greift nach Informationen dieser Zeitung in die Kasse. Des Weiteren nimmt er Zigarillos mit, die er in seinen Rucksack steckt.

Danach verlässt der Mann die Tankstelle. „Der Täter ist zu Fuß geflohen“, sagt ein Mitarbeiter der Polizeileitstelle am Sonntag. Zunächst soll der Mann in Richtung Eichenstraße gelaufen sein.

Mitarbeiterin erleidet Schock

„Die Mitarbeiterin der Tankstelle wurde bei dem Überfall nicht körperlich verletzt“, so der Polizist weiter. Sie erleidet allerdings einen Schock. Mit einem Notrufknopf alarmiert sie die Polizei.

Direkt nach dem Überfall leitet diese die Fahndung ein, ist mit vereinten Kräften in Eilshausen vor Ort. Auch der Polizeihubschrauber Hummel aus Dortmund wird angefordert und kreist über dem Gebiet um die Tankstelle. Er überfliegt die angrenzenden Felder. „Polizeihubschrauber kommen vor allem im ländlichen Raum in solchen Fällen zum Einsatz, weil man so das Gelände von oben besser kontrollieren kann. Mit einer Wärmebildkamera wird aus der Luft nach dem flüchtigen Täter gesucht“, informiert der Polizeisprecher auf Nachfrage. Der Hubschrauber dreht nach etwa einer Stunde in der Luft ab. Viele Anwohner rund um die Tankstelle hören den Helikopter am Abend. Einige machen sich Sorgen, was passiert sein könnte. Das abgesperrte Tankstellen-Areal lässt schnell die ersten vermuten, dass die Tankstelle überfallen wurde. Die Kriminalpolizei sichert Spuren und ermittelt weiter.

So sieht der Täter aus

Bis Sonntag kann der Täter nicht gefasst werden, er ist weiter auf freiem Fuß. Die Polizei gibt erste Details zu dem Mann bekannt: „Der Täter soll 1,70 bis 1,75 Meter groß sein. Er trug zum Zeitpunkt des Überfalls eine Jogginghose und ein Käppi. Sein Äußeres wird als ungepflegt beschrieben“, erklärt der Polizeisprecher. Er soll fließend Deutsch gesprochen haben. Unter seinem Käppi sollen graue Haare hervorgeschaut haben.

Weitere Details zu dem Räuber dürften Anfang der Woche feststehen, wenn die Videoaufnahmen, die auf dem Tankstellen-Gelände aufgenommen wurden, ausgewertet werden.

Wiederholte Überfälle

Es sei nicht das erste Mal, dass die Aral-Tankstelle an der Bünder Straße überfallen worden sei, sagt der Mitarbeiter der Polizeileitstelle, Allerdings sei sie zuletzt längere Zeit verschont geblieben.

Die Polizei bittet mögliche Zeugen um Hinweise. Wer hat den Täter vor oder nach der Tat gesehen oder weiß, um wen es sich handeln könnte? Wer etwas beobachtet hat, sollte sich an die Polizei in Herford, Telefon 05221/8880, wenden.

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