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Organisationen halten Geld für sinnvoller als Sachleistungen

Hier kann man spenden

Paderborn/Rietberg

Nach der Hochwasserkatastrophe brauchen viele Betroffene Hilfe. Der Paderborner Diözesan-Caritasverband ruft zu Spenden auf.

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Teilen Belgiens sind die Menschen dabei, die gröbsten Schäden zu beseitigen. Klar ist: Um die Folgen der Unwetterkatastrophe bewältigen zu können, brauchen sie Hilfe. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Nach den Erfahrungen früherer Flutkatastrophen an Elbe und Oder soll die zentrale Koordinierung der Hilfsmaßnahmen Caritas international übernehmen. Die Caritas bittet darum, auf Sachspenden zu verzichten, um den aufwendigen Aufbau einer komplexen Logistik zu vermeiden. Über das jeweilige Caritas-Netzwerk vor Ort kann mit Geldspenden direkt geholfen werden.

Die Erzdiözese Paderborn hat bereits Soforthilfe für Betroffene der verheerenden Unwetterlage auf den Weg gebracht: Erzbischof Hans-Josef Becker stellt 100.000 Euro aus Verfügungsmitteln bereit, um die betroffenen Menschen wirksam zu unterstützen.

Unterstützung können auch die großen Hilfsorganisationen gebrauchen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), kümmert sich unter anderem um Sanitätsdienst, Betreuung, Unterbringung und Verpflegung. Das DRK nimmt unter dem Stichwort „Hochwasser“ über das bundesweite Spendenkonto Beiträge entgegen.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ist in der Wasserrettung im Einsatz. Hier wird gebeten, sich an die drei Regionalverbände (Nordrhein, Westfalen oder Rheinland-Pfalz) zu wenden. Die Spenden an die jeweiligen Konten sollten mit dem Stichwort „Hochwassereinsatz 2021“ versehen sein.

Leute, die jetzt Spenden möchten, können sich auch die jeweiligen Kreise wenden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat auf seiner Homepage diese aufgelistet. Die Kreise haben Bürgertelefone eingerichtet oder veröffentlichen Informationen auf ihren Internetseiten.

Ein Hinweis auf eine seriöse Organisation ist das Siegel des Deutschen Zen­tralinstituts für soziale Fragen (DZI). Trägt ein Spendenaufruf das Logo, ist garantiert, dass die Organisation eindeutig und sachlich wirbt und sparsam wirtschaftet.

Hier und da gibt es in OWL auch Bürgerinitiativen, die mit Sachspenden helfen wollen. In Rietberg sammelt die Aktion „Mastholte hilft“ am Samstag von 10 bis 16.30 Uhr, auf dem Betriebsgelände der Firma Anton Röhr Kleiderspenden, Decken, Schlafsäcke sowie haltbare Lebensmittel. Erbeten sind nur brauchbare Materialien, die ab 17 Uhr direkt die Region transportiert werden.

Sat.1 wiederum plant eine Spendengala für Geschädigte der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Der Fernsehsender arbeitet mit dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, «Aktion Deutschland Hilft», zusammen, wie am Freitag in Unterföhring bei München mitgeteilt wurde. «Zahlreiche Stars unterstützen die große Live-Gala im Studio und nehmen am Telefon Spenden entgegen.» Die Sendung sei für Samstag, dem 24. Juli, um 20.15 Uhr angesetzt.

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