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Mühlenkreiskliniken profitieren von Technologie- und Forschungspartnerschaft

Hightech zum Wohle der Patienten

Lübbecke/Minden

An dem Mühlenkreiskliniken kommt jetzt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Eine Kooperation mit Siemens macht es möglich.

Univ.-Prof. Dr. Jan Borggrefe, Direktor des Universitätsinstituts für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin der Mühlenkreiskliniken, zeigt, welche Möglichkeiten durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz bei der Beurteilung von Röntgenbildern entstehen. Foto:

Das Universitätsinstitut für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin der Mühlenkreiskliniken steht vor dem Umbau zu einem überregional bedeutsamen Hightech-Standort. Hierzu hat das von Univ.-Prof. Dr. Jan Borggrefe geleitete Institut mit Siemens Healthineers eine Technologie- und Forschungspartnerschaft begründet, die in Qualität und Umfang auch für Siemens Healthineers besondere Bedeutung hat. Mindener Mediziner und Wissenschaftler werden künftig die technologische Entwicklung der Radiologie beeinflussen und für die Verbesserung der klinischen Versorgung wichtige Impulse setzen.

„Spannender Wettebewerb“

„Professor Borggrefe und sein Team haben das Institut in sehr kurzer Zeit von einer guten klinischen Einrichtung zu einem klinischen und wissenschaftlichen Leuchtturm weiterentwickelt. Diesen Senkrechtstart haben zahlreiche Industrieunternehmen wahrgenommen und sich in den vergangenen Monaten einen spannenden Wettbewerb geliefert, um mit uns eine ausgeschriebene strategische Partnerschaft für die kommenden zehn Jahre einzugehen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Mühlenkreiskliniken Dr. Olaf Bornemeier.

Für Siemens Healthineers sind die Mühlenkreiskliniken und das aufstrebende Universitätsinstitut ein starker und wichtiger Partner: „Uns haben insbesondere die Verbundstruktur und die Breite der Versorgungsstufen beeindruckt. Außerdem haben uns Professor Borggrefe und sein interdisziplinäres Team mit der fokussierten Ausrichtung auf Innovation und dem Willen zum Erfolg überzeugt“, sagt Dr. Philipp Fischer, globaler Leiter des Geschäftsfeldes Computertomographie bei Siemens Healthineers.

Alle Standorte sollen profitieren

Die Technologie- und Forschungspartnerschaft beinhaltet neben der Erweiterung der technologischen Infrastruktur auch eine umfassende Geräteausstattung. In den kommenden drei Jahren werden mehr als 30 brandneue radiologische Großgeräte an den Standorten der Mühlenkreiskliniken installiert. Hierbei werden zum Teil bahnbrechend innovative Geräte noch vor der weltweiten Markteinführung für die Patienten im Kreis Minden-Lübbecke und darüber hinaus bereitstehen.

„Aufgrund unserer wissenschaftlichen Vorleistungen erhalten wir von Siemens Healthineers nun Technologien, die mit Geld allein nicht zu kaufen sind. Dies beinhaltet nicht nur wahnsinnig gute Geräte, sondern auch eine großartige digitale Vernetzungsstruktur für die breite Patientenversorgung, welche vielfältige Anwendungen Künstlicher Intelligenz in den Alltag integriert. Dies wird zu einer weiteren Verbesserung unserer Versorgungsleistung führen und verwandelt den Maschinenraum des Universitätsklinikums Minden wie auch den der Standorte in Bad Oeynhausen, Lübbecke und Rahden in Innovationshotspots. Letztlich profitieren alle Seiten von dieser Zusammenarbeit. Es ist ein großartiges Beispiel dafür, wie der Mühlenkreis von der akademischen Arbeit im Verbund der Ruhr-Universität Bochum profitiert“, erklärt Professor Dr. Jan Borggrefe.

Ein erstes Projekt der neuen Kooperation ist bereits umgesetzt: Im Universitätsklinikum Minden ist das IDKIS (Interdisziplinäres Datenlabor für Künstliche Intelligenz und Statistik) entstanden. Auf den ersten Blick völlig unscheinbar, verbergen sich hinter den Computerarbeitsplätzen drei Hochleistungsserver, eine Wissenschaftsinfrastruktur der Firma Siemens Healthineers und Prototypen wie auch zertifizierte klinische Anwendungen neuester KI-Software. Die Algorithmen durchsuchen zum Beispiel radiologische Bilder, entdecken Anomalien und schlagen Diagnosen vor. In anderen Projekten helfen die Algorithmen schlicht dabei, die Untersuchung zu beschleunigen und aussagekräftige Bilder, ohne oder mit nur sehr wenig Strahlung anzufertigen.

Zuschuss über 180.000 Euro

Das Forschungslabor für Künstliche Intelligenz wird von den Mühlenkreiskliniken finanziert und ist zusätzlich mit 180.000 Euro durch Mittel der Ruhr-Universität Bochum bezuschusst. Auch alle anderen medizinischen Disziplinen im Universitätsklinikum Minden und den Mühlenkreiskliniken können das IDKIS für Forschungszwecke nutzen. Für Siemens Healthineers stellt das Forschungslabor in Minden ein großes Potenzial dar: „In dieser technischen High-End-Ausstattung ist das deutschlandweit aktuell einmalig“, sagt Dr. Christian Kaiser, Leitung Digital Health Central Western Europe von Siemens Healthineers.

Bereits im nächsten Monat steht das nächste Großprojekt der Partnerschaft an. Ein auf einer vollkommen neuen Technologie basierender Computertomograph wird in Minden aufgebaut. „Diese neue Technologie bietet bisher nie da gewesene Darstellungsmöglichkeiten aus dem Inneren des Körpers. Diagnosen können so schneller, sicherer und mit einer geringeren Strahlendosis erstellt werden. Diese Entwicklung wird die Radiologie grundlegend und nachhaltig verändern“, ist sich Professor Dr. Borggrefe sicher.

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