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Umgestaltung des Eggeland-Areals in Bad Driburg läuft bereits

Historisches Hauptgebäude bleibt

Bad Driburg

Mitten in der Stadt wohnen und dennoch im Grünen: Das ist ein Traum vieler. Im Herzen von Bad Driburg nahe dem Bahnhof soll das bald Wirklichkeit werden: Auf dem 55.000 Quadratmeter großen Gelände der ehemaligen Eggelandklinik.

Michael Scholle (von links), 1. Beigeordneter der Stadt, Bürgermeister Burkhard Deppe, Stephanie Rohde, Dezernentin Stadtplanung, Uwe Hübner, Bauhofleiter und Yunhua Guo, Dezernentin Hochbau- und Gebäudewirtschaft/Tiefbau und Umweltamt, auf dem Gelände des neu entstehenden Aktiv- und Gesundheitsparks. Foto: Stadt Bad Driburg

Dort entstehen derzeit 19 Bauplätze (maximal 135 Wohneinheiten), die auch an eine zentralen Wärmeversorgungsanlagen angeschlossen werden sollen. Darüber hinaus soll das jetzt wild bewachsene Gelände wieder in einen Park mit verschiedenen Sport- und Bewegungsangeboten für die Bad Driburger Bevölkerung umgestaltet werden. Der historische Teil des Eggelandklinik-Hauptgebäudes bliebe erhalten.

„Wohnen, arbeiten, gleichzeitig auch Sport treiben und Erholung finden sowie kulturelle Veranstaltungen miterleben: All das wird im neuen Aktiv- und Gesundheitspark Bad Driburg möglich sein“, ist die Vision von Bad Driburgs Bürgermeister Burkhard Deppe. Während erste vorbereitende Arbeiten zur Erschließung des Baulandes bereits in vollem Gange sind, ist sich Michael Scholle, 1. Beigeordneter der Stadt, sicher: „Besser hätte man das ehemalige Eggeland-Areal nicht nutzen können.“ Die Grünflächen blieben größtenteils bestehen, würden wieder gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. „Zeitgleich werden auf den bislang bereits versiegelten Flächen neue Bauflächen geschaffen, die in unserer Stadt dringend gesucht werden.“ Dort entstehen Wohnflächen, aber auch zu einem gewissen Teil wohnverträgliche Gewerbeflächen, so dass zum Beispiel Büroräumlichkeiten oder Arztpraxen dort einziehen könnten, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt weiter.

Die Natur bleibt im Eggelandpark weiterhin bestehen. Hinzu kommen eine Gummiwackelbrücke, eine Trimm-Trommel, ein Fußtretbecken, ein Fußfühlbad, eine Slack-Line, ein Kräutergarten, ein Trainingszirkel, eine Wassertreppe sowie mehrere Blühstreifen. Foto: Stadt Bad Driburg

Während aktuell alte Garagen, Nebengebäude und Anbauten (Wandelhalle und Bewegungsbad der Klinik) weichen müssen, bleibt das historische Hauptgebäude der ehemaligen Klinik bestehen. „Es wird ein identitätsstiftender Anlaufpunkt innerhalb des neu konzipierten Areals bleiben“, bekräftigt Michael Scholle. Das Gebäude soll an einen Investor veräußert werden, der sich aber zu einer „Mischnutzung mit sozialem Schwerpunkt“ vertraglich verpflichten muss. Eine Gebäudenutzung, die noch einmal die Attraktivität des Aktiv- und Gesundheitsparks für die direkten Anwohner und Bad Driburger Bürger steigern werde.

Wegbegleitende Elemente entdecken

Die bestehenden Grünflächen, machen knapp die Hälfte des Eggeland-Areals aus. „Das gesamte Areal ist aufgrund mangelnder Pflege während des langen Leerstandes massiv verwahrlost“, beschreibt Andreas Hübner, Bauhofleiter der Stadt und Gärtnermeister im Garten- und Landschaftsbau, die Situation vor Ort. Aus Sicht des Fachmannes befindet sich der Park in einem desolaten Zustand, auch die Verkehrssicherheit auf dem Gelände müsse erst noch wieder hergestellt werden. Das bedeutet, dass große Äste auf die Wege zu fallen drohen.

Bewegungsangebote im Park

Seit der Umnutzung in einen öffentlichen Park gibt es ein Konzept bezüglich der Begrünung und Landschaftsgestaltung, aber auch für Bewegungsangebote, die die Grünanlage in Zukunft für die Besucher attraktiv machen sollen. Passend zum Gesundheitsstandort Bad Driburg werde dieses Angebot auf die fünf Säulen der Kneippschen Lehre eingehen. Slackline, Trimm-Trommel und Heißer Draht als wegbegleitende Elemente sollen hinzukommen.

Zukunftsorientiertes Innenstadtquartier

Der Park soll außerdem nach allen Seiten hin eine hohe Durchlässigkeit haben. „Nach Süden schließt sich der Übergang in die Katz-ohlbachaue an, in der Ende des Jahres 2022 ein attraktives Naherholungsgebiet entstanden sein wird“, stellt Michael Scholle in Aussicht. Die neu entstehenden Wohnflächen seien so etwas wie ein „zukunftsorientiertes Innenstadtquartier“ mit ausreichenden Parkflächen, begrünter Wegeführung und einer zentralen Wärmeversorgung für alle 135 Wohneinheiten. Die zentrale Wärmeversorgung über eine Holzhackschnitzelheizung mit BHKW und einen Spitzengasbrennwertkessel wird im alten Pumphäuschen an der Bahnhofstraße untergebracht, somit wird auch dieses charakteristische, kleine Gebäude erhalten bleiben und beherbergt dann eine der modernsten zentralen Wärmeversorgungsanlagen des Kreises.

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