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Schulausschuss unterstützt Anliegen der Realschule und des KWG

„Höxter braucht mehr Schulsozialarbeiter“

Höxter

In Höxter werden an der Realschule und am König-Wilhelm-Gymnasium mehr Sozialarbeiter benötigt. Das war Thema im Schulausschuss. Der Bedarf sei grundsätzlich da, waren sich alle einig. Die Stadt Höxter will sich nun mit anderen Schulstandorten vergleichen und prüfen.

Von Jürgen Drüke

An der Sekundarschule gibt es drei Sozialarbeiter, an Realschule und KWG jeweils einen halben. Foto: Jürgen Drüke

Hintergrund für die Diskussion im Schulausschuss waren entsprechende Anträge des KWG und der Realschule, die jeweils halbe Stellen an beiden Schulen um eine Stelle zu erhöhen. Die Unterstützung und das Verständnis bei den Mitgliedern im Ausschuss sowie bei Bürgermeister Daniel Hartmann für die Aufstockung waren offensichtlich. „Allerdings ist diese im aktuellen Haushalts- und Stellenplan noch nicht vorgesehen. Wir werden zunächst einmal eine Analyse vornehmen“, stellte Daniel Hartmann fest.

„Die Hütte brennt. Wir benötigen unbedingt mehr Schulsozialarbeiter, um den Anforderungen gerecht zu werden“, sagte die ehemalige Höxteraner Pädagogin und Ausschussmitglied, Angelika Paterson (Grüne).

Die beiden Schulen hatten in ihren Anträgen unter anderem ausgeführt, dass sich mit der Corona-Pandemie das soziale Verhalten bei Kindern und Jugendlichen verändert habe. Zudem stelle sich der Alltag der Kinder durch die Nutzung sozialer Medien anders dar. Veränderte Familienstrukturen und sogar Identitätskrisen würden „einen enorm gestiegenen Beratungsumfang und die Durchführung von Präventionsmaßnahmen“ bei den Schülern erforderlich machen. Mehr Schulsozialarbeiter könnten diese Anforderungen am besten bewältigen.

Aktuell gibt es nach einer entsprechenden Aufstellung der Stadt 0,5 Stellen am KWG (658 Schüler), 0,5 Stellen an der Realschule (476 Schüler), drei Stellen an der ­Sekundarschule (442 Schüler) sowie je durchschnittlich 0,38 Stellen an der Grundschule Nicolaitor (234 Schüler), Petrischule (368 Schüler), Schule im Wesertal (157 Schüler), GGS Ottbergen (122 Schüler) und KGS Lüchtringen (94 Schüler).

Die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, „dass zeitnah reagiert wird“. Bürgermeister Hartmann stellte fest: „Wir sehen die Notwendigkeit.“

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