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Polizei schreitet in Paderborn im Paderquellgebiet und am Pohlweg ein

Hunderte Platzverweise wegen Ruhestörungen

Paderborn

Die Polizei hat sich am vergangenen Wochenende mit zahlreichen Ruhestörungen befassen müssen. Im Fokus lagen das Paderquellgebiet und der Parkplatz am Pohlweg. 150 Personen erhielten Platzverweise. Nach Angaben von Pressesprecherin Corinna Koptik wird noch polizeilich geprüft, in wieweit Verstöße gegen die Coronaschutzverordnungen vorliegen.

 

Symbolfoto. Foto: Ingo Schmitz

Wie schon in der Vergangenheit drang am Samstagabend erneut vom Parkplatz am Pohlweg laute Musik und der Lärm von Fahrmanövern aufgrund von durchdrehenden Reifen. Mehrere Anwohner beschwerten sich bei den Ordnungskräften. Auch nach Mitternacht standen nach wie vor 60 Fahrzeuge auf dem Gelände nahe des Südring. Aus einigen Autos drangen starke Bässe. Die Personen hätten laut gegrölt und Alkohol konsumiert, heißt es im Bericht der Polizei. Um 1 Uhr entschied sich die Polizei dazu, das Areal mit einem Großaufgebot an Beamten zu räumen.

Auch im Paderquellgebiet kam es zu vielfachen Beschwerden über erhebliche Lärmbelästigungen. In der Nacht zu Samstag sowie in der Nacht zu Sonntag waren jeweils 250 bis 300 überwiegend junge Leute in etlichen kleineren Personengruppen unterwegs.

Anwohner und Hotelgäste schalteten daraufhin die Polizei ein. Die Polizeibeamten vor Ort forderten die Personen auf, die Musikgeräte auszuschalten. Da das nicht umgesetzt wurde, wurden in der Nacht zu Samstag 60 Platzverweise erteilt. Außerdem leitete die Polizei zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzungen ein.

In der Nacht zu Sonntag erteilte die Polizei sogar 300 Platzverweise, nachdem sich wieder eine Vielzahl von jungen Menschen im Paderquellgebiet versammelt hatte und es erneut zu Beschwerden kam. Die Polizei fertigte in mehreren Fällen Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Ruhestörungen. In einem Fall wurde eine Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet.

Polizeisprecherin Corinna Koptik betont: „Welche Konsequenzen aus den vergangenen Nächten für die kommenden Wochenenden zu ziehen sind, werden die Stadt Paderborn und die Polizei in enger Abstimmung zeitnah entscheiden.“

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