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Bielefelder zeigte über Jahre Falschparker an und machte sich viele Feinde in seinem Stadtbezirk

„Ich stehe zu dem, was ich tue, halte es für richtig“

Bielefeld

Was die Leute von ihm denken, ist ihm egal. Was sie tun, nicht. Klaus P. (Name geändert) schreibt auf, fotografiert, meldet – hauptsächlich Falschparker. Genauer: Er hat es getan. „Seit vier Wochen mache ich das nicht mehr,“ sagt P. Aus Sorge um seine Familie, um seine Gesundheit. „Ich bin aus der Nummer raus, das ist mir zu gefährlich geworden.“ Es sei zu Gewalttätigkeiten gekommen, ganz offen, dazu Drohanrufe, Anfeindungen.

Heinz Stelte

Über Jahre hat ein Bielefelder in seinem Stadtteil Falschparker angezeigt und sich dort damit Feinde gemacht. Nach Gewaltandrohungen hat er Angst um seine Gesundheit und seine Familie. Foto: Thomas F. Starke

Über Jahre hat Klaus P. in seinem Stadtteil Falschparker aufgeschrieben und dem Ordnungsamt gemeldet, aus Überzeugung, aus „gesamtgesellschaftlicher Verantwortung“, wie er sagt. Und Anlässe fand er reichlich. „Allein auf der Fahrt heute ins Büro hätte ich sieben Anzeigen schreiben können.“ Er hat es nicht getan, der Druck sei inzwischen zu groß geworden. „Ich wurde mundtot gemacht.“

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