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Nach der Flutkatastrophe: Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Halle packen eine Woche lang in Unterburg kräftig mit an

„Ihr habt uns die Hoffnung zurückgebracht!“

Halle

Die Bilder sind vielen noch deutlich in Erinnerung: Am 14. und 15. Juli stieg der Wasserstand der Wupper innerhalb von 24 Stunden um mehr als vier Meter an. Die Folge: eine unvorstellbare Verwüstung. Unzählige Häuser wurden überschwemmt, Wohnungseinrichtungen vollständig zerstört. Es entstand gewaltiger materieller und auch seelischer Schaden. Grund genug für die Evangelische Kirchengemeinde Halle, jetzt erneut mit anzupacken.

Sam Wörheide und Mia Ondrich verlegen neue Fußbodenbretter in der Kirche in Unterburg. Foto: Evangelische Kirchengemeinde Halle

Am Samstag kam eine 16-köpfige Gruppe vom einwöchigen Hilfseinsatz aus Solingen-Unterburg zurück, wo die Haller die Evangelische Gemeinde und die Diakonie tatkräftig unterstützten. Wichtigstes Projekt war, einen neuen Holzfußboden in der Kirche zu verlegen, um das Haus als Gottesdienststätte und allgemeinen Versammlungsort wieder nutzbar zu machen. „Denn auch der zweite große Raum im Ort, der Saal der Gaststätte, war dem Hochwasser zum Opfer gefallen“, berichtet Pfarrer Bernd Eimterbäumer vom Helfer-Team.

Wasserdurchtränkter Fußboden in der Altentagesstätte

„Zweite große Aufgabe war, den wasserdurchtränkten Fußboden in der Altentagesstätte zu entfernen, was ebenfalls unzählige Arbeitsstunden in Anspruch nahm.“ Projekt drei war die Wiederherstellung des Außengeländes samt Friedhof, der erheblichen Schaden genommen hatte.

„Ihr habt uns die Hoffnung zurückgebracht!“, sagte Küsterin Christine Jakobi, die immer noch die Bilder von der überfluteten Kirche vor Augen hat. „Das Wasser hatte die Bänke bis vorne zum Altar getragen!“ berichtete sie und zeigte den Hallern Fotos vom 15. Juli. „Wir waren wie gelähmt und wussten nicht, wie es weitergehen soll. Doch dann kamt ihr und habt einfach angefangen! Jetzt glauben wir, dass es eine Zukunft für unsere Kirche und unsere Gemeinde gibt.“

Samstag läuteten erstmals wieder die Glocken zur Andacht

Gerade erst am Samstag läuteten das erste Mal nach Monaten wieder die Glocken im Kirchturm und luden zur Andacht ein. Ein weiteres Team von Hallern hatte Stühle und Tische aus dem Haus Salem in Bethel nach Unterburg transportiert, die nun in der Kirche einen neuen Platz gefunden haben. „Gern möchten wir den Kontakt zur evangelischen Gemeinde in Unterburg aufrechterhalten“, betont Bernd Eimterbäumer.

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