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Nach Zollkontrolle in Steinheim: Georgier und Ukrainer waren in Ferienimmobilien untergebracht

Illegale Arbeiter müssen Deutschland verlassen

Steinheim

„Die Situation des Baugewerbes in OWL ist gelinde gesagt katastrophal“. Das sagt Benjamin Dahms, bei der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) unter anderem zuständig für das Bauhauptgewerbe. „Der Fachkräftemangel ist hier extrem stark ausgeprägt, Beschäftigte, die kein deutsch sprechen, sind besonders in der Gefahr, prekär beschäftigt zu werden“, bestätigt Dahms Kollege Gianpaolo Mosca vom IG Bau-Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES. Hintergrund ist eine Baustellenkontrolle durch Beamte des Hauptzollamtes Bielefeld im Kreis Höxter.

Von Ralf Brakemeier

Bei einer Kontrolle einer Großbaustelle „auf dem Gebiet der Stadt Steinheim“ wurden 21 illegal Beschäftige aus der Ukraine und aus Georgien angetroffen (Symbolfoto). Ihnen wurde zum Teil ein Stundenlohn von nur 4 Euro gezahlt. Foto: Boris Roessler/dpa

Am 14. Januar kontrollierten Mitarbeiter der Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit Paderborn in den Vormittagsstunden eine Großbaustelle auf dem Gebiet der Stadt Steinheim. Vor Ort wurden mehr als 50 männliche Personen bei Bauarbeiten angetroffen und überprüft. Darunter befanden sich 21 Arbeitnehmer aus der Ukraine und Georgien ohne Aufenthaltstitel, die angeblich für verschiedene polnische Firmen mit Schalungs- und Armierungsarbeiten beschäftigt waren. Um einer legalen Tätigkeit in Deutschland nachgehen zu dürfen, benötigen ukrainische und georgische Staatsangehörige jedoch einen gültigen Aufenthaltstitel. Gegen die Personen wurden demzufolge Strafverfahren wegen illegaler Einreise und illegalem Aufenthalt eingeleitet.

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