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Frauen-Union Schloß Holte-Stukenbrock erkundet Erfurt und den Thüringer Wald

Im „Geburtsort“ der Bundesgartenschau

Schloß Holte-Stukenbrock

Die Bundesgartenschau in Erfurt und der Thüringer Wald waren vor kurzem das Ziel der Frauen-Union Schloß Holte-Stukenbrock.

Krämerbrücke in Erfurt, Skisprungschanzen in Oberhof, Viba-Nougat-Welt in Schmalkalden oder die Wartburg in Eisenach – für die Teilnehmer an der Reise der Frauen-Union gab es viel zu entdecken. Foto:

Die Stadtbesichtigung führte abwechslungsreich vor Augen, wie schön und geschichtlich eindrucksvoll die Stadt ist. Highlights sind die Krämerbrücke, das Wahrzeichen von Erfurt. Hierbei handelt es sich um die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke in Europa. Die Erfurter Altstadt bezauberte mit buntem Fachwerk und aufwendig verzierten Fassaden. Geradezu grandios ist die Kulisse des Mariendoms, der abends aufwendig beleuchtet wird. Ein Blick ins Innere lohnt sich dank einer Fülle von Kunstschätzen und der farbigen Glasfenster. Schon vor 500 Jahren wurde diese Stadt von Martin Luther sehr geschätzt.

Außerdem ist Erfurt sozusagen der „Geburtsort“ der Bundesgartenschau, denn im Jahr 1865 hat hier die erste internationale Gartenschau stattgefunden. In diesem Jahr ist sie also wieder zurück, nur bunter, blühender und spektakulärer.

Eine Rundfahrt durch den Thüringer Wald schloss sich an. Das erste Ziel war Oberhof, die Wiege des Wintersports in Thüringen und Austragungsort internationaler Wettbewerbe. Allein der Blick auf die Skisprungschanzen und die Rennschlitten- und Bobbahn sorgt für Herzklopfen. Zu DDR-Zeiten sollte Oberhof das „Sankt Moritz des Ostens“ werden. Von den ambitionierten Plänen wurde einiges umgesetzt.

Der Abstecher nach Schmalkalden stellte die kleine Stadt mit großer Geschichte, romantischen Gässchen und eindrucksvollen Häusern vor. Die Stadt liegt am Südwesthang des Thüringer Waldes. Der mittelalterliche, denkmalgeschützte Altstadtkern besitzt etwa 90 Prozent Fachwerkbauten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Reiche Erzvorkommen, Bergbau und eisenverarbeitendes Handwerk waren Grundlage für eine blühende Wirtschaft. Der einstige Reichtum ist im Stadtbild heute noch erkennbar. Unter dem Namen „Schmalkalder Artikel“ wurden Werkzeuge und Kleineisenwaren europaweit exportiert.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch in der Viba-Nougat-Welt in Schmalkalden, wo die Teilnehmer viel über die Herstellung dieser süßen Köstlichkeit erfuhren.

Am Rückreisetag ging es über Eisenach. Die Teilnehmer erkundeten die ehemals thüringische Residenzstadt. Berühmt ist Eisenach durch die Wartburg, wo Martin Luther während seines Aufenthaltes das Neue Testament übersetzt hat.

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