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Netzwerk „Der Kreis Paderborn hält zusammen“ lädt zum Fachtag ein

Im Kampf gegen Kinderarmut

Paderborn

Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland wächst in Armut auf. So zeigte eine Bertelsmann-Studie auf, dass Kinder und Jugendarmut seit Jahren auf einem hohen Niveau verharrt.

Laden ein zum Fachtag zum Thema Kinderarmut (von links): Margot Becker, Kathrin Jäger, Roland Gladbach, Nicole Wiggers und Dominik Neugebauer. Foto:

Aufwachsen in Armut begrenzt, beschämt und bestimmt das Leben von Kindern und Jugendlichen – heute und mit Blick auf ihre Zukunft.

Das Netzwerk „Der Kreis Paderborn hält zusammen – für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung“ lädt am Mittwoch, 22. September, zum Fachtag „Kinderarmut – Gelingendes Aufwachsen im Kreis Paderborn“ in die Kulturwerkstatt ein. In der Zeit von 10 bis 16 bieten Fachvorträge und Workshops die Möglichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

„Wir wollen neue Impulse geben, um eine wirksame und nachhaltige Strategie zur Armutsbekämpfung zu entwickeln. Interessierte sind zur Teilnahme eingeladen“, so Kathrin Jäger, Sprecherin des Netzwerkes.

Armutsforscherin Gerda Holz aus Frankfurt wird in einem Fachvortrag darüber sprechen, welche Folgen die Lebenslage Armut für Kinder hat und welche Chancen bestehen, positive Lebensbedingungen für ein gelingendes Aufwachsen zu schaffen.

Im Anschluss bieten Workshops, unter anderem zu den Themen Bildung und Teilhabe, Resilienz-Förderung oder kommunale Präventionsketten die Möglichkeit der weiteren Auseinandersetzung.

„Das Armutsrisiko ist bei Kindern nach wie vor stark abhängig vom Bildungsniveau der Eltern. Die soziale Herkunft von Kindern beeinträchtigt deren Bildungschancen“, informiert Roland Gladbach vom Kreisjugendamt Paderborn.

Die Corona-Krise hat die Lebenssituation für arme Kinder und Familien erneut verschärft. „Wir wollen auf dem Fachtag auch in den Austausch kommen, welche Auswirkungen wir hier im Kreis Paderborn wahrnehmen. Wie hat sich Corona auf Bildung, Freizeit, Teilhabe, Gesundheit und die Lebenssituation ausgewirkt? Was kann getan werden, um negativen Folgen für Kinder entgegen zu wirken?“, so Dominik Neugebauer, Mitglied der Steuerungsgruppe des Netzwerkes „Der Kreis Paderborn hält zusammen“.

„Der Kreis Paderborn braucht eine wirkungsvolle strukturelle Armutsprävention, die Kindern hinsichtlich der Bildungszugänge eine gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit ermöglicht und so positive Lebensbedingungen für ein gelingendes Aufwachsen schafft“, sind sich die Initiatoren einig.

Die Teilnahme am Fachtag steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung bis zum 4. September ist erforderlich. Die Veranstaltung findet unter den geltenden Corona-Richtlinien statt.

Weitere Informationen sind unter www.paderborn.paritaet-nrw.org/was-wir-machen/kinderarmut oder unter Tel. 05251/33660 erhältlich.

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