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Kommentar zum Thema „ÖPNV und Verkehrswende“

Im Verkehrssektor ist ein Kulturwandel erforderlich

Nur 27 Millionen Menschen in Deutschland steht einer Studie zufolge ein sehr guter öffent­licher Personennahverkehr (ÖPNV) zur Verfügung. Diese Menschen wohnen in Großstädten oder Metropolregionen. Für die etwa 55 Millionen Menschen, die im länd­lichen Raum leben wie zumeist im Kreis Paderborn, ist das Angebot oft nicht ausreichend. Wollen wir, dass mehr Menschen ihr Verbrenner-Auto stehen lassen und den ÖPNV nutzen, muss sich etwas an den Rahmenbedingungen ändern. Das Land braucht einen Kulturwandel.

Ein Kommentar von Matthias Band

In Städten ist das ÖPNV-Angebot zumeist gut. In ländlichen Gegenden hingegen ist es oft noch nicht ausreichend. Foto: Jörn Hannemann

Eigentlich sollte sich die Zahl der ÖPNV-Nutzer in den kommenden Jahren verdoppeln, damit die Klimaziele des Verkehrssektors erreichbar bleiben. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der motorisierte Individualverkehr festigt seine Dominanz. Und das liegt nicht nur an der Corona-Pandemie. Viele Nutzer sind mit der Qualität des ÖPNV-Angebots unzufrieden. Und hinzu gesellt sich eine unbequeme Wahrheit, die nicht so gerne offen ausgesprochen wird: Immer noch fahren die Reichen Auto und die Armen sowie viele Alte nehmen Bus und Bahn.

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