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Preise steigen, Zahl der Verkäufe sinkt

Immobilien-Markt in OWL stockt

Gütersloh

Die Preise für Wohnimmobilien und Baugrundstücke in Ostwestfalen-Lippe sind gegenüber den Durchschnittspreisen des Vorjahres auch im ersten Halbjahr 2022 deutlich gestiegen. Die Anzahl der Verkäufe ist jedoch gesunken.

Bauarbeiter auf einem Neubau (Symbolbild). Foto: Danny Gohlke/dpa

Dies ist ein Ergebnis der gemeinsamen Arbeitssitzung aller Gutachterausschüsse für Grundstückswerte in Ostwestfalen-Lippe.

Zu Entwicklung im ersten Halbjahr hieß es dazu: „Nachdem in den vergangenen Jahren sehr starke Preissteigerungen bei Wohnimmobilien zu verzeichnen waren, deutet sich nun ab Mitte des Jahres eine Preisberuhigung an. Für Erwerber haben sich die Finanzierungsbedingungen zuletzt deutlich verschlechtert. Ein sehr hohes Preisniveau trifft auf deutlich angestiegene Bauzinsen, Lebenshaltungs- und Baukosten. Hinzu kommen Planungsunsicherheiten zur Verfügbarkeit von Handwerkern und Baustoffen.“

Insgesamt sei die Anzahl der Verkäufe von gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern gegenüber dem Vorjahr stark zurückgegangen. Auch bei Wohnungseigentum und Bauplätzen sei ein Rückgang der Verkaufszahlen zu verzeichnen. Derzeit sei selbst günstiges kommunales Bauland schwer zu vermarkten.

Der Umsatz mit Immobilien dürfte laut einer Studie erstmals seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 in ganz Deutschland sinken. Nach einem Rekordjahr 2021 hätten sich die Bedingungen am Markt gedreht, heißt es in einer Studie des Gewos-Instituts. So dürfte der Umsatz um sieben Prozent auf 313,5 Milliarden Euro fallen und die Zahl der Immobilienkäufe auf unter 900.000 sinken.

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