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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Freitag, 27. August: Inzidenz gestiegen – 1999 Personen in Quarantäne

Impfungen: längere Öffnungszeiten und neue Aktionen

Paderborn/Salzkotten

Eine um 5,2 Punkte gestiegene Inzidenz, knapp 1999 Personen in Quarantäne und mehr Gelegenheiten zur Impfung: Es folgt der Überblick zur Corona-Lage im Kreis Paderborn.

Das Impfzentrum in Salzkotten hat in der nächsten Woche täglich (bis auf Sonntag) geöffnet. Foto: Jörn Hannemann/Archiv

Für den Zeitraum von Donnerstag bis Freitag (jeweils 11 Uhr) hat die Kreisverwaltung Paderborn am Freitagnachmittag 56 Corona-Neuinfektionen bekannt gegeben. Da 37 weitere Erkrankte den Angaben zufolge eine akute Infektion überstanden haben, sind derzeit 560 Menschen im Kreis offiziell mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag waren es 535.

Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 344, Delbrück 59, Bad Lippspringe 40, Salzkotten 40, Hövelhof 27, Bad Wünnenberg 15, Büren 14, Lichtenau 8, Borchen 8, Altenbeken 5.

19 Corona-Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt, 5 von ihnen intensivmedizinisch. Am Donnerstag waren es 5 von 18. Die Zahl der Personen in Quarantäne stieg von 1875 auf 1999. Am vergangenen Freitag waren es noch 1518.

27. August 2021: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick. Foto: Kreis Paderborn

Inzidenz im Kreis, in den Kommunen und Nachbarkreisen

Die Wocheninzidenz im Kreis Paderborn ist leicht gestiegen: Das Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG) und das Robert-Koch-Institut (RKI) wiesen am Freitagmorgen einen Wert von 79,6 aus (Datenstand: 0 Uhr), was 245 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht.

Am Donnerstag betrug der Wert 74,4, am Freitag vor einer Woche 79,3 und vor einem Monat noch 21,4. Beim LZG sind am Donnerstag 59 Corona-Fälle neu in die Statistik eingeflossen, davon datiert die Landeseinrichtung in Bochum 31 auf den Donnerstag selbst (28 Nachmeldungen; siehe unten auch: Melde- und Übermittlungsverzug).

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Freitag, 27. August, bei 125,7 (Vortag: 122,3) und in Deutschland bei 70,3 (66). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 147,4 (148,8) – Hochsauerlandkreis 81,2 (85,5) – Höxter 77,7 (89,8) – Lippe 111,7 (109,9) – Soest 59,0 (56,7).

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (Stand: 27. August, 11 Uhr):

Altenbeken 32,9 (Vortag: 32,9) – Bad Lippspringe 117 (123,2) – Bad Wünnenberg 41,1 (74,1) – Borchen 29,9 (22,4) – Büren 13,9 (4,6) – Delbrück 81,3 (68,8) – Hövelhof 49,1 (86) – Lichtenau 75,7 (56,8) – Paderborn 118 (110,1) – Salzkotten 64,1 (64,1).

Inzidenzwert und NRW-Coronaschutzverordnung

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Maßgeblich sind die Inzidenzwerte, die das RKI in einer Tabellendatei auf dieser Website veröffentlicht: https://www.rki.de/inzidenzen.

In Nordrhein-Westfalen ist am Freitag, 20. August, die neue Coronaschutzverordnung in Kraft getreten (hier als PDF). Das Regelwerk enthält nicht mehr mehrere Inzidenz- und Maßnahmenstufen. Es gilt das Einsetzen der 3G-Regel – geimpft, getestet, genesen – ab einer Inzidenz von 35 oder mehr (in einem Kreis/einer kreisfreien Stadt oder landesweit an fünf Tagen hintereinander). Geimpften, genesenen und getesteten Menschen stehen mit der neuen Regelung auch bei höheren Ansteckungszahlen viele Angebote des gesellschaftlichen Lebens offen. Die neue Fassung der Corona-Schutzverordnung gilt zunächst vier Wochen bis einschließlich 17. September. Ein Überblick der neuen Regelungen findet sich hier auf der Internet-Seite des Landes.

Es folgen die vergangenen sieben Werte für den Kreis Paderborn (79,6 – 74,4 – 74,1 – 83,8 – 76 – 76 – 81,2) und für NRW (125,7 – 122,3 – 114,3 – 108,4 – 103,3 – 91,8 – 83,4).

Impfen und Impfzahlen

65,9 Prozent der Bevölkerung im Kreis Paderborn haben nach Angaben der Verwaltung ihre Erstimpfung erhalten. 61,9 sind vollständig geimpft. „Die Nachfrage bei den verschiedenen Impfaktionen ohne Termin bleibt weiterhin hoch und auch im Impfzentrum Salzkotten nehmen vermehrt Bürgerinnen und Bürger das Angebot zum Impfen ohne Termin wahr“, heißt es im Corona-Lagebericht von Freitag. Deshalb hat das Impfzentrum des Kreises in der Sälzerhalle in Salzkotten in der nächsten Woche täglich (außer am Sonntag) geöffnet: von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19.30 Uhr (angeboten werden der Impfstoff von Biontech und vormittags zusätzlich „Johnson & Johnson“). Außerdem werden in der nächsten Woche weitere Impfaktionen in Lichtenau, Büren (am Flughafen) und Paderborn (auch an der Uni) angeboten (Link zur Übersicht auf der Kreis-Website). In der Sälzerhalle wird diese Woche noch am Freitag und Samstag von 8 bis 13 Uhr und von 14 bis 19.30 Uhr geimpft.

Laut Impfbericht der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat es im Kreis Paderborn bis einschließlich Donnerstag, 26. August, folgende Impfungen gegeben:

– in den Arztpraxen: 91.625 (Mittwoch: 91.272) Erstimpfungen, 76.821 (76.511) Folgeimpfungen, 83.750 (83.430) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

– im Kreis-Impfzentrum in der Salzkottener Sälzerhalle: 78.396 (77.309) Erstimpfungen, 76.069 (75.765) Folgeimpfungen, 78.362 (77.542) vollständig geimpft (Folgeimpfungen + „Johnson & Johnson“-Impfungen)

Zudem impfen Krankenhäuser und Betriebsärzte. Seit Juni werden mobil durchgeführte Impfungen zum Großteil im Impfzentrum dokumentiert.

www.corona-kvwl.de/impfbericht

Dashboard des Kreises Paderborn zu Corona-Impfungen

Hintergrund

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung.

Und hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona, aktuelle Fassung der Coronaschutzverordnung als PDF

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Kreis Paderborn: „Für die Städte und Gemeinden veröffentlichen wir kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen. ... Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden. So meldet der Kreis Paderborn Personen mit einem positiven Schnelltest (POC-Test) als Infektionsfall und veröffentlicht diese, noch bevor er durch einen PCR-Test bestätigt wurde. Das LZG veröffentlicht hingegen gemäß den bundesweiten RKI-Vorgaben Infektionsfälle mit einem positiven PCR-Test. Alle Beteiligten sind grundsätzlich bemüht, diese Abweichungen möglichst gering zu halten. Sie sind aber teils aufgrund der Abläufe im Meldeprozess, teils aber auch aus den unterschiedlichen Aufgabenstellungen der verschiedenen Ebenen nie gänzlich vermeidbar.“ Quelle: Kreis Paderborn (Reiter „Copyright“)

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