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„Lebensretter“ an sechs Standorten in Borchen – Geräte geben im Ernstfall unmissverständliche Anweisungen

In jedem Bürgerhaus ein Defibrillator

Borchen

Der plötzliche Herztod ist weltweit Todesursache Nummer eins. Mehr als 82 Prozent der Opfer sterben, bevor der Rettungsdienst eintrifft. Junge und ältere Menschen, sportliche und weniger sportliche können gleichermaßen davon betroffen sein. Der Einsatz eines Defibrillators kann in diesem Fall Leben retten.

Hartmut Lüther (links) übergibt die Defibrillatoren an Marlies Menzel und Bürgermeister Uwe Gockel. Foto: Tom Finke

Die Volksbank Elsen-Wewer-Borchen hat sich deshalb dazu entschlossen, insgesamt sechs Defibrillatoren für Borchen zu finanzieren. In der Hauptstelle der Volksbank ist der Defibrillator öffentlich im SB-Bereich angebracht. Das Gerät steht nicht nur Kunden und Mitarbeitern, sondern auch Passanten zur Verfügung, betont Bankvorstand Hartmut Lüther.

Ein grünes Defibrillator-Rettungszeichen – ein Herz mit einem Kreuz – an der Schiebetür weist auf den elektronischen Lebensretter hin, der zusätzlich in allen fünf Bürgerhäusern seht. Diese hatten bisher noch keinen Defibrillator. Ab sofort hängen die „Lebensretter“ der Björn-Steiger-Stiftung in den Bürgerhäusern in Alfen, Elsen, Etteln, Kirchborchen und Nordborchen.

Der Defibrillator ermöglicht, im Ernstfall eine professionelle Erste Hilfe zu leisten. Das leichte und handliche Gerät, das nach dem Einschalten akustisch klar und unmissverständlich Anweisungen zur lebensrettenden Maßnahme vorgibt, spricht zu dem Retter. Sollte ein lebensgefährliches Kammerflimmern vorliegen, navigiert der Apparat per Tastendruck Anweisungen und Hinweise. Dadurch kann jeder Passant, auch ohne Notarzt, eine lebensrettende Beatmung und Herzdruckmassage durchführen.

Björn-Steiger-Stiftung

Die Defibrillatoren für die Bürgerhäuser Alfen, Etteln, Kirchborchen und Nordborchen wurden von Uwe Gockel, dem Bürgermeister der Gemeinde Borchen, und Marlies Menzel, zuständig für die Bürgerhäuser und Gemeindehallen, entgegengenommen. Volksbank-Vorstand Hartmut Lüther freut sich, dass die Gemeinde Borchen „herzsicherer“ ist, betont aber: „Wir sind glücklich, etwas zur Sicherheit beitragen zu können, hoffen aber, dass diese Geräte niemals eingesetzt werden müssen.“

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