1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Instagram
  6. >
  7. Schneefälle: In Winterberg öffnen die ersten Pisten für Skifahrer

  8. >

In den hessischen Skigebieten Willingen und Rhön ist Wintersport noch nicht möglich

Schneefälle: In Winterberg öffnen die ersten Pisten für Skifahrer

Willingen/Winterberg  (dpa). Am Freitag soll es schneien: In Nordrhein-Westfalen ist Wintersport am Wochenende zumindest eingeschränkt möglich, der Start der Skisaison in Hessen lässt weiter auf sich warten.

Ein Tellerliftbügel hängt am Führungsseil. In den Höhenlagen des Sauerlands sind ein paar Zentimeter Neuschnee gefallen. Der Skihang im Hintergrund zeigt jedoch, dass Skifahren noch nicht möglich ist. Foto: Uwe Zucchi/dpa

In Winterberg sollen am Samstag und Sonntag zwei Sessellifte laufen, damit Skifahrer erste Abfahrten machen können. „Ein vollständiger Saisonstart ist das noch nicht, eher ein erster Testbetrieb im Skiliftkarussell Winterberg“, sagte eine Sprecherin.

Trotz erneuter Schneefälle werden in den Skigebieten Willingen und Rhön die Pisten am Wochenende voraussichtlich nicht befahrbar sein. „Auf den Bergen würde der angekündigte Schnee ausreichen, doch ab 700 Meter wird die Schneedecke sehr dünn“, sagte Jörg Wilke, Geschäftsführer der Willinger Ettelsberg-Seilbahn, am Donnerstag.

Das Skigebiet Willingen hat laut Wilke besonders lange und weitläufige Abfahrten in einer Höhenlage zwischen 840 und 600 Meter. „Darum brauchen wir in Willingen immer etwas mehr Schnee.“ Man wolle den Gästen Qualität bieten. Zudem werde es ab Sonntag wieder milder. „Darum würde es keinen Sinn machen, am Samstag eine erste Piste zu präparieren.“ Die Ettelsberg Kabinenbahn werde für Fußgänger und Schlittenfahrer aber laufen.

Willingen: Der dreijährige Lennart baut mit seinem Papa auf dem Ettelsberg den ersten Schneemann der Saison. Foto: Uwe Zucchi/dpa

In der Rhön warten die Skilift-Betreiber ebenfalls sehnlichst auf Schnee. Am Donnerstag lagen nur etwa fünf Zentimeter auf der Wasserkuppe, dem mit 950 Metern Höhe höchsten Berg Hessens. „Das reicht leider nicht für Wintersport“, erklärte Martin Kirchner vom Skilift-Betreiber Wiegand. Kunstschnee sei zwar schon an einigen Tagen produziert worden. Doch aufgrund der Witterung wurde es nicht so viel wie benötigt. Das Ziel sei nun zumindest einen kurzen Übungshang an Weihnachten in Betrieb nehmen zu können. Für längere Abfahrten wird der Schnee nicht reichen. „Wenn das Wetter so bleibt, wie bisher vorausgesagt, werden wir zu 99 Prozent keinen größeren Skibetrieb aufnehmen können“, sagte Kirchner.

Dabei soll es am Freitag laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) nochmal winterlich werden. „Es gibt noch ein Schnee-Intermezzo“, sagte ein DWD-Sprecher in Offenbach. Doch bis Freitagabend stiegen die Schneefallgrenzen auf 600 Meter Höhe. „Dann taut es unten weg.“ Es blieben fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee auf den Bergen - zu wenig für die Skifahrer. Am Wochenende steige die Schneefallgrenze dann auf 1000 Meter - was selbst für die Wasserkuppe mit 950 Metern zu hoch ist.

Willingen: Spaziergänger umrunden im Schneeschauer das Wasserreservoir auf dem Ettelsberg Foto: Uwe Zucchi/dpa
Startseite