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Paderborner Verwaltung betont: Das ist personell nicht mehr leistbar

Ist der „Kultursommer“ schon wieder am Ende?

Paderborn

Die Veranstaltungsreihe „Paderborner Kultursommer“ wird es in dieser Form wohl nicht wieder geben. Das deutete die Verwaltung im Kulturausschuss an. Kulturamtsleiter Christoph Gockel-Böhner und der Erste Beigeordnete Carsten Venherm begründeten das mit dem angeblich sehr hohen Organisationsaufwand und extremer Arbeitsbelastung. „Wir können das nicht noch einmal personell stemmen, wir haben irre viele Überstunden angehäuft, Urlaub konnte nicht genommen werden“, sagte Gockel-Böhner.

Von Dietmar Kemper

Ein Höhepunkt im Neuhäuser Schlosspark war der Auftritt von Reis Against The Spülmachine.Ein Höhepunkt im Neuhäuser Schlosspark war der Auftritt von Reis Against The Spülmachine. Foto: Stephan Scholz

Wohl nicht ohne Grund drückten die beiden kurz vor den anstehenden Haushaltsberatungen auf die Euphoriebremse, um mögliche kosten- und personalintensive Vorschläge der Lokalpolitiker abzublocken. Die Ankündigung wirkte: Bei den Mitgliedern des Kulturausschusses herrschte am Mittwochabend betretenes Schweigen. Trotz Corona habe im Sommer „irre viel stattgefunden“, betonte der Kulturamtsleiter und legte eine Bilanz des „Paderborner Kultursommers 2021“ vor. Demnach schauten sich 9000 Menschen die Veranstaltungen an, an denen 514 Künstlerinnen und Künstler beteiligt waren. Der hauptsächlich aus Mitteln des Bundes finanzierte Veranstaltungsreigen hatte am 18. Juni begonnen und war am 19. September zu Ende gegangen. Der Kreis hatte für die Stadt Paderborn beim Bund einen Förderantrag gestellt. Der „Paderborner Kultursommer“ wurde mit etwa 345.000 Euro gefördert, für die Stadt fiel ein Eigenanteil von 83.000 Euro an.

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