1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Jung, weiblich und technikaffin

  6. >

Projekt »Girls4IT in practice«: Paderborner IT-Unternehmen setzen auf Diversität, um Innovationskraft zu stärken

Jung, weiblich und technikaffin

Paderborn

Die IT-Branche ist immer noch stark männerdominiert. Die Paderborner IT-Unternehmen Team, Comprion, Ordix und Connext Communication sowie die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wollen das ändern und setzen auf mehr Vielfalt bei der Personalgewinnung.

Frauenpower: Die Projektverantwortlichen des Vereins „Paderborn ist Informatik“ (PIT) und die Nachwuchs-Informatikerinnen mit Schirmherrin Silke Kohaupt, SPD-Fraktionsvorsitzende im Paderborner Kreistag (von links): Franziska Eschenbüscher, Heike Käferle, Hannah Mikus, Amelie Steinkuhle, Vanessa Trommer, Christina Zweigle, Stefanie Disse, Andrea Wnendt, Silke Kohaupt und Tanja Prior. Foto:

Mit dem Projekt »Girls4IT in practice« wollen sie Schülerinnen ermöglichen, in den Berufsalltag hineinzuschnuppern und verschiedene IT-Berufe kennenzulernen. Die größte Chance dabei sei, schreiben die Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung: Nach erfolgreicher Teilnahme ist den künftigen Informatikerinnen ein Ausbildungs- oder Studienplatz garantiert.

Aber wie lassen sich junge Mädchen für die IT-Branche begeistern? Wie können Paderborner IT-Unternehmen ihre Entwicklungsteams noch erfolgreicher aufstellen? Und: Wie lässt sich praxisnahes Wissen von erfahrenen Softwareentwicklerinnen am besten an den Nachwuchs weitergeben? Diese Fragen haben sich die IT-Unternehmen des Vereins »Paderborn ist Informatik« (PIT) gestellt und das Projekt »Girls4IT in practice« ins Leben gerufen.

Darin erhielten drei IT-interessierte Schülerinnen die Möglichkeit, in vier Wochen kleine IT-Vorhaben selbst durchzuführen und diese Erfahrung mit den eigenen Berufswünschen abzugleichen. Dabei wurden sie von einer erfahrenen Softwareentwicklerin oder Informatikerin – ihrer Mentorin – begleitet, die ihnen notwendiges Fachwissen weitergab und aus der eigenen Bildungs- und Berufsbiografie berichtete.

»In Gesprächen stellten wir nämlich fest, dass erfolgreiche Informatikerinnen in der Regel ein oft weibliches Vorbild im Bekannten-, Freundes- oder Familienkreis hatten und so an den Beruf herangeführt wurden. Darüber hinaus sehen wir immer wieder, dass gemischte Entwicklungsteams einfach zu besseren Ergebnissen kommen als homogene, meist männlich dominierte. Deshalb wollen wir mit unserem Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: die Innovationskraft unserer Unternehmen weiter stärken und weibliche Nachwuchskräfte für die IT begeistern«, erklärt Christina Zweigle, PIT-Vorstand und Personalleiterin beim Softwarehersteller Connext.

Um Talenten einen möglichst niedrigschwelligen, schnellen und nachhaltigen Zugang zur Branche zu ebnen, erhielten die Nachwuchs-Informatikerinnen nach erfolgreicher Teilnahme die Chance auf einen Ausbildungsplatz oder einen dualen Wirtschaftsinformatikstudienplatz.

Amelie Steinkuhle sicherte sich den Angaben zufolge so bereits einen Platz für ihr duales Studium mit dem Schwerpunkt Angewandte Informatik zum Studien­beginn 2022. Bei der Abschlussveranstaltung des Projektes dankte Silke Kohaupt, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende des Paderborner Kreistags und Lehrerin am Ausbildungszentrum für Technik, Informationsbearbeitung und Wirtschaft (ATIW), allen Beteiligten und warb für eine Teilnahme im kommenden Jahr. Denn die Planungen für einen zweiten Durchgang laufen bereits. Er soll in den Osterferien 2022 stattfinden. Interessierte können sich im Internet unter www.girls4IT.de informieren und bewerben.

„Paderborn ist Informatik“

Startseite