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Delbrücker Organisatoren entscheiden sich aufgrund steigender Coronazahlen gegen eine „Light-Version“

Katharinenmarkt fällt erneut aus

Delbrück

Der Katharinenmarkt in Delbrück findet auch in diesem Jahr nicht statt. Das haben der Katharinenmarktausschuss und die Stadt Delbrück am Donnerstagnachmittag in einer Presseerklärung mitgeteilt.

Peter Lücke, Sprecher des Katharinemarktausschusses, und Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz haben Heimweh nach Katharinenmarkt. Noch bis zuletzt haben beide gehofft, dass sie eine andere Botschaft verkünden können, aber steigende Infektionszahlen machen jetzt weitere Planungen ohne belastbare Prognosen bei einem Fest dieser Größe unmöglich. Foto: Stadt Delbrück

Nach reiflichen Überlegungen auf Seiten der Delbrücker Stadtverwaltung und des Katharinenmarktausschusses sei man aufgrund der aktuell steigenden Corona-Inzidenzen und der Planungsunsicherheit zu dem Entschluss gekommen, Katharinenmarkt nicht als Light-Version auszurichten, sondern das Fest in diesem Jahr abzusagen.

„Unser Katharinenmarkt ist ein lebendiges, beliebtes Volksfest mit weit über 300.000 Besuchern. Um eine solche Großveranstaltung verantwortlich durchführen zu können, bedarf es einer sehr genauen Planung, das heißt in Bezug auf die Planungssicherheit und auch insbesondere in Bezug auf die Sicherheit unserer Besucher in dieser Coronakrise. Diese ist aktuell immer noch nicht gegeben“, teilten Bürgermeister Werner Peitz und Peter Lücke, Sprecher des Katharinenmarktausschusses, jetzt mit.

„Natürlich haben wir über kleine punktuelle Aktionen nachgedacht, diese aber wieder verworfen, weil auch die nicht verlässlich planbar sind. Bis zuletzt haben wir gehofft, dass wir eine andere Botschaft verkünden können, aber steigende Infektionszahlen machen jetzt weitere Planungen ohne belastbare Prognosen bei einem Fest dieser Größe unmöglich, denn es herrscht viel zu viel Unsicherheit, wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen entwickelt“, so die Organisatoren weiter.

Bereits Ende Mai hatte das größte Volksfest des Delbrücker Landes, das normalerweise an vier Tagen im September gefeiert wird, auf der Kippe gestanden. Der Rückgang der Inzidenzwerte hatte dann jedoch dazu geführt, dass das Land NRW eine neue Verordnung herausgegeben hat, die vom 1. September an Volksfeste, Schützenfeste, Stadtfeste ohne Besucherbegrenzung erlaubt, wenn die Landesinzidenz unter 35 liegt. Daher hatten die Organisatoren Anfang Juni zumindest noch auf eine „kleinen Festlösung“ gehofft.

Der erneute Anstieg der Coronazahlen bremste diese Gedankenspiele jetzt aus. „Wir alle sind leidenschaftliche Katharinenmarktbesucher, aber leider lassen es die Rahmenbedingungen, die Einschränkungen in Pandemiezeiten und die daraus resultierende fehlende Planungssicherheit nicht zu, unser Volksfest in diesem Jahr durchzuführen. Wir starten daher mit der Planung des Katharinenmarktes 2022 bereits direkt nach den Sommerferien. Freuen wir uns gemeinsam auf das Katharinenmarktfest 2022“, so der Katharinenmarktausschuss.

Die Verantwortlichen des Katharinenmarktes hätten, so die Mitteilung, die Entscheidung, den Katharinenmarkt 2021 abzusagen, schweren Herzens getroffen. Diese Entscheidung habe jedoch nicht weiter hinausgezögert werden dürfen, um Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen.

„Unser Katharinenmarkt ist ein beliebter und historisch gewachsener Publikumsmagnet, der von der gesamten Bevölkerung in unserer Region getragen wird. Egal ob jung oder alt, ob reich ob arm, eben noch ein echtes Volksfest für alle. Daher wollen wir nicht nur ein paar wenige Plätze hinter Absperrungen bespielen, auch nicht die Besucherzahlen begrenzen und auf gar keinen Fall den Großteil unserer Besucher vom Fest ausschließen. Unser Fest ist ein Fest auf Augenhöhe der Generationen, ein Fest des gelebten Miteinanders und daran wollen wir auch festhalten“, hofft Bürgermeister Werner Peitz auf Verständnis.

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